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Bilanz des Landespflegebeauftragten

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SAARBRüCKEN (KOBINET)

SAARBRüCKEN (KOBINET) Im ersten Landtagsplenum nach seiner Wiederwahl hat der Pflegebeauftragte der saarländischen Landesregierung, Jürgen Bender, diese Woche seinen zweiten Bericht vorgestellt. Dabei zog er eine positive Bilanz: 549 gelöste Fälle hätte es mit Hilfe des Landespflegebeauftragten gegeben.



In seiner Funktion als unabhängiger Pflegebeauftragter des Saarlandes kümmert sich Jürgen Bender um die Belange von pflegebedürftigen Menschen, deren Angehörigen und Pflegekräften und ist die Schnittstelle zwischen zahlreichen Institutionen und Organisationen im Saarland, wie der saarländischen Landesregierung, dem Landespflegerat, den Einrichtungsträgern, ihren Verbänden und den in der Liga der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossenen Wohlfahrtsverbänden. Zu einem wesentlichen Arbeitsschwerpunkt des Pflegebeauftragten ist die Pflege im Krankenhaus geworden. In diesem Zusammenhang leitet der Pflegebeauftragte eine Expertengruppe, die sich u.a. mit den Themen Personalsituation, Finanzierung der Krankenhäuser, Versorgung von Demenzpatienten, psycho-soziale Begleitung der Pflegenden befasst. Auch an der Imagekampagne, die durch den Pflegepakt Saarland angestoßen wurde, hat Bender mitgewirkt.

Der neue Bericht, der im Auftrag der Landesregierung erstellt wurde, fasst nun all diese Bereiche und Erfahrungswerte zusammen. Er befasst sich unter anderem mit der Neuordnung der Pflegeberufe durch das Pflegereformgesetz, mit der Novellierung des Landesheimgesetzes, mit Erleichterungen in der Dokumentationspflicht in Pflegeheimen, mit der Einrichtung einer Clearingstelle zur Vermittlung von Kurzzeitpflegeplätzen und der Förderung der Bildung von Ärztenetzen. Zur Bilanz des Pflegebeauftragten gehören bislang 18 Regionalkonferenzen in allen Landkreisen und dem Regionalverband. Darüber hinaus wurden 552 Einzelfälle an den Pflegebeauftragten herangetragen.

Die Institution „Pflegebeauftragter“ habe sich somit etabliert. Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und insbesondere auch Pflegekräfte, ebenso ambulante wie stationäre Einrichtungen wissen, an wen sie sich wenden können und dass der Pflegebeauftragte sich um Möglichkeiten zur Abhilfe kümmert. Tatsächlich konnte, bis auf laufende Verfahren, jeder der vorgenannten Fälle bis auf drei Ausnahmen gelöst werden. In diesen Fällen hatten die Antragsteller erforderliche Unterlagen vorenthalten, sodass keine weitere Klärung herbeigeführt werden konnte.

„Die Arbeit von Jürgen Bender ist für die saarländische Pflegelandschaft wertvoll und gewinnbringend. Als renommierter Sozialexperte versteht er es, für alle Betroffenen – seien es Pflegekräfte oder Pflegebedürftige und deren Angehörige – eine zufriedenstellende Lösung zu finden und die Pflege qualitativ weiterzuentwickeln“, so Ministerin Monika Bachmann. „Deshalb bin ich mir sicher, dass auch sein zweiter Pflegebericht Erkenntnisse mit Mehrwert liefern wird.“

Weitere Themen sowie Erfahrungsberichte können im Internet als Download abgerufen werden. Die gedruckte Version wird ab Mitte November zur Verfügung stehen und kann über die Geschäftsstelle, Ansprechpartnerin: Frau Petra Lorch, Tel.: 34 83, [email protected],  kostenlos angefordert werden, heißt es in einer Presseinformation.