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Neue S-Bahnzüge – Online-Petition

Arnd Hellinger
Arnd Hellinger
Foto: Privat

BERLIN (KOBINET) Arnd Hellinger hat sich heute an den Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin gewandt, weil nach den Befürchtungen behinderter Menschen neue Züge der Berliner S-Bahn weniger barrierefrei sein könnten.  Derzeit werden von der S-Bahn Berlin GmbH und der Fahrzeugindustrie (Konsortium Stadler/Siemens) im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg neue S-Bahnzüge (Baureihe 483/484) entwickelt. "Leider hat sich anhand der bisher präsentierten Entwürfe sowie eines 1:1-Modells gezeigt, dass bei der Fahrzeugkonzeption - entgegen öffentlicher Behauptungen - grundlegende Aspekte der Barrierefreiheit nicht oder nur unzureichend berücksichtigt wurden", so Hellinger.

So sei es beispielsweise Rollstuhlnutzenden im Gegensatz zu den bisherigen Baureihen 480, 481 und 485 nur noch möglich, an der jeweils ersten und letzten Tür eines Zuges ein- und auszusteigen, weil - erstmals in 90 Jahren elektrischer S-Bahn im Raum Berlin - sämtliche übrigen Türräume durch jeweils ZWEI vertikale Mittelstangen verbaut sind, was auch die Benutzung der S-Bahn durch Menschen mit Fahrrädern, Kinderwagen, Rollatoren etc. unverhältnismäßig erschwert oder in Hauptverkehrszeiten gar unmöglich macht.

"Erschwert wird die Situation noch dadurch, dass die jeweils am Zuganfang und -Ende befindlichen Mehrzweckabteile deutlich zu wenig Platz aufweisen und zudem anders als bei der Reihe 481 nur noch von einem Türraum aus angefahren werden können. Zu weiteren Mängeln wird auf entsprechende fachliche Stellungnahmen der bei SenStadt und SenUVK angesiedelten 'AG Bauen und Verkehr - barrierefrei!' sowie des Spontanzusammenschlusses 'Mobilität für Behinderte' und Herrn Dr. Jürgen Schneider, Landesbehindetenbeauftragter von Berlin, verwiesen. Wegen der eigentlich für Ende Juli 2017 avisierten Fertigungsaufnahme durch Stadler/Siemens bitte ich um KURZFRISTIGE Bearbeitung dieser Eingabe", schrieb Arnd Hellinger, der als Bahnexperte immer wieder auf Mängel für in ihrer Mobilität eingeschränkte Reisende in Deutschland aufmerksam macht.