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KASSEL (KOBINET)
KASSEL (KOBINET) Nach dem Polizeieinsatz gegen den Rollstuhlnutzer Uwe Frevert, dem letzte Woche in Kassel die Mitfahrt in einer Kasseler Straßenbahn verweigert werden sollte, hat sich der Vorstand der Kasseler-Verkehrs-Gesellschaft (KVG), Dr. Thorsten Ebert, bei ihm persönlich entschuldigt. "So etwas soll nicht wieder vorkommen", sagte dieser im Gespräch mit Uwe Frevert, wie dieser auf Anfrage der kobinet-nachrichten mitteilte.
Der Polizeieinsatz bildet den bisherigen Tiefpunkt einer Auseinandersetzung über neue Beförderungsregeln für RollstuhlnutzerInnen, die schon seit Monaten in Kassel die Diskussion beherrscht. Nachdem der Straßenbahnfahrer Uwe Frevert erst die Rampe ausgeklappt hatte und dieser in die Straßenbahn gerollt war, forderte er ihn auf, diese wieder zu verlassen. Die Weigerung von Uwe Frevert führte letztendlich zu einem Polizeieinsatz und einem von der KVG angekündigten Hausverbot, das diese jedoch später wieder zurücknahm, nachdem diese Aktion Wellen geschlagen hatte.
Neben den Grünen, die sich mit Uwe Frevert solidarisch erklärte hatten und bei der Kasseler Verkehrsgesellschaft nachgehakt hatten, hatte Uwe Frevert nicht nur bundesweit Solidaritätserklärungen bekommen. So hatte beispielsweise die Kasseler Linksjugend ein Bild mit Solidaritätsschildern für Uwe Frevert an die kobinet-nachrichten geschickt. Uwe Frevert ist nun gespannt, wie es mit der Beförderung im Kasseler Bus- und Straßenbahnverkehr weitergeht, denn in Kassel steht ab dem 10. Juni die documenta ins Haus und dabei dürfe es nicht zu solchen Pannen kommen, wie er sie letzte Woche erleben musste.
Link zu einem ausführlichen Bericht der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen (HNA)




