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BRüSSEL (KOBINET)
BRüSSEL (KOBINET)
Europa soll eine klare soziale Dimension erhalten, das bestätigt der Fraktionsvorsitzende der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament Gianni Pitella in einem Interview mit EURACTV Brüssel.
In diesem Interview brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass es sich bei den Feierlichkeiten zum Jahrestag der Römischen Verträge nicht nur um Feierlichkeiten handeln wird, sondern um einen wirklichen Neuanfang für Europa. Ihm ist durchaus bewusst, so unterstreicht er dabei, dass wir keine Revolution erwarten sollten und fügte an: „Wir können aber ganz realistisch mit einigen konkreten Fortschritte rechnen. Ich hoffe wirklich auf eine vollständige Einheit.“
Auf die Anmerkung, dass die griechische Regierung einen zusätzlichen Paragrafen zur sozialen Dimension gefordert hat, erklärte Pitella: “ Und ich stimme ihnen zu. Die Sozialagenda und soziale Säule müssen zu den wichtigsten Zusagen dieser Erklärung gehören. Ohne diesen Aspekt, werde ich (EU-Parlamentspräsident) Antonio Tajani nahelegen, sie nicht zu unterzeichnen. Ich bin mir aber sehr sicher, dass unsere führenden sozialistischen Politiker im EU-Rat nicht zulassen werden, dass dieser Bereich aus dem endgültigen Text ausgeklammert wird. Er sollte im Zentrum der Erklärung stehen.“
Im weiteren Verlauf des Interviews bekräftigte Gianni Pitella, dass seiner Ausfassung nach die Ungleichheiten das Hauptproblem sind und unterstrich: „Wir müssen den ärmsten Menschen bessere Zukunftsaussichten bieten“. Dabei sieht er sich auch im Gegensatz zu deutschen Vertretern wie Wolfgang Schäuble und hob hervor: “ Ich bin nicht wie Schäuble ein Mann, der auf Regeln pocht und sich nicht um arme EU-Bürger schert. Seine Visionen für die Wirtschaft und Europa sind mit den Ansichten der sozialistischen Familie unvereinbar.“ Alle, die das gesamte Interview von EURACTV nachlesen möchten, können das unter diesem Link tun.




