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Geldleistungen alleine reichen nicht

Katrin Werner
Katrin Werner
Foto: Katrin Werner

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BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Zur heutigen Debatte zur Vierten Änderung des Conterganstiftungsgesetzes sagt Katrin Werner, behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag: "Der mit dem Gesetz verabschiedete erleichterte Zugang zu Leistungen und die Evaluierung der Stiftungsstruktur begrüßen wir sehr. Das alleine reicht aber nicht aus. Wir brauchen, eine Überarbeitung der Versorgung von Hinterbliebenen, mehr Selbstbestimmung beim Umgang mit den Geldern auf Seiten der Betroffenen und die Schaffung von Gesundheitskompetenzzentren."



Vor allem aber müsste eine unabhängige Historikerkommission zur Aufarbeitung des Skandals unter Einbeziehung der Betroffenen eingesetzt werden. Nur so werde eine Entschuldigung des Staates für die Betroffenen glaubhaft sein, betonte Katrin Werner. „Jahrzehntelang gab es keine Entschädigung für contergangeschädigte Menschen. Ganz im Gegenteil, die Betroffenen mussten zusammen mit ihren Eltern um ihre Rechte kämpfen und wurden teilweise dabei noch degradiert. Erst 2013, also gut 50 Jahre nach einem der größten Arzneimittelskandale Deutschlands zu dem der Staat die Verantwortung übernommen hat, erhielten die Betroffenen mit dem Dritten Änderungsgesetz zum Conterganstiftungsgesetz eine erste angemessene Rente“, betonte Katrin Werner.