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HILLE-OBERLüBBE (KOBINET)
HILLE-OBERLüBBE (KOBINET) In Hille–Oberlübbe in Nordrhein-Westfalen kam am ersten November Wochenende eine bunt gemischte Gruppe zu einem von der Techniker Krankenkasse (TKK) geförderten Empowerment Seminar zusammen. So vielfältig wie der Erfahrungsschatz der TeilnehmerInnen im Umgang mit ihren eigenen Beeinträchtigungen und Herausforderungen, waren auch die Themenbereiche, denen sich das von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) organisierte Seminar nach den Impulsen der Trainerinnen Ines Spilker und Kerstin Wöbbeking widmete.
Bericht von Dennis Knoll
Der Begriff Empowerment beschreibt eine Einstellung zum eigenen Leben, die den TeilnehmerInnen bewusst machen soll, dass sie viel fähiger und stärker sind als sie oft von sich selber denken würden. Dadurch soll der Blick von vermeintlichen Defiziten gelöst werden. Die Konzentration soll auf die eigenen Stärken und Potentiale gelegt werden. Auf diese Weise wurden wir uns während der drei Tage in Hille–Oberlübbe unserer eigenen Stärken selbst bewusst.
Nichts über uns ohne uns
So empowert übernahmen wir für unser Handeln und unsere Entwicklung eigenständig Verantwortung. Anstatt uns mit frustrierenden Entscheidungen anderer über uns abzufinden. Den im Kurs angeregten Perspektivwechsel konnten wir gleich im Anschluss an das Empowerment Trainig beim allabendlichen gemütlichen Zusammensein in die Praxis umsetzen. So wurden das barrierefreie Gästehaus Alte Lübber Volksschule zum Beispiel in einem Aktiv-Rollstuhl erkundet. Oder es gab spannende Einblicke in die Lebenswirklichkeit von in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen beschäftigten Kursteilnehmer.
Zu Hause Grenzen verschieben
Frisch gestärkt fuhren die TeilnehmerInnen nach Hause. Hier versucht jetzt jeder bei seinen persönlichen Projekten selbstbestimmt Grenzen zu verschieben und das entdeckte Potential zu nutzen. Ich persönlich nehme auch Anregungen für unseren noch relativ jungen Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) www.akse-ev.de mit nach Berlin. Die TeilnehmerInnen wünschten sich einstimmig eine Fortsetzung des Empowerment Trainings. In der Zwischenzeit vernetze man sich mit Hilfe von Mails und Kurznachrichten und ermutigt sich gegenseitig zum Beispiel zu einem unermüdlichen Einsatz für ein besseres Bundesteilhabegesetz.




