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Noch viel zu tun in Nordrhein-Westfalen

Kampagne: Ich werde behindert
Kampagne: Ich werde behindert
Foto: SoVD NRW

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Foto: SoVD NRW

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Kampagne: Ich werde behindert
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Foto: SoVD NRW

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Kampagne: Ich werde behindert
Foto: SoVD NRW

DüSSELDORF (KOBINET)

DüSSELDORF (KOBINET) Der Sozialverband Deutschland hat gestern seine nordrhein-westfalen-weite Kampagne "Ich bin nicht behindert, ich WERDE behindert" abgeschlossen und die Ergebnisse auf der Rehacare in Düsseldorf präsentiert. Ziel sei es gewesen, die Politik für die vielen Barrieren zu sensibilisieren, durch die 1,7 Millionen Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung in Nordrhein-Westfalen im Alltag behindert werden.



„Und hier haben wir Einiges erreicht“, so der NRW-Landesvorsitzende des SoVD, Franz Schrewe: „Wir haben mehr als deutlich gemacht, dass die Beseitigung dieser Teilhabe-Hürden nicht irgendwann zu erfolgen hat, sondern jetzt und zwar mit Entschlossenheit und einem glaubwürdigen Konzept – NRW hat also noch viel zu tun.“

Im Rahmen einer Kampagnen-Tour durch NRW hat der SoVD im September Veranstaltungen in Bielefeld, Gelsenkirchen, Bochum, Köln und Hamm durchgeführt. An allen Aktionstagen fanden Talkrunden statt, an denen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik beteiligten. „Da hat es bei vielen Klick gemacht, so Schrewe weiter. In der Filmdokumentation zur Kampagne, die ebenfalls auf der Rehacare präsentiert wurde, hatte sich ein junger, gehörloser Mann mit HIlfe einer Gebärdendolmetscherin an eine Kölner Ratsfrau gewandt und ihr das Versprechen abgerungen, die Belange von gehörlosen Menschen in Zukunft stärker zu berücksichtigen.

Auch Dr. Michael Spörke, Leiter der Abteilung Sozialpolitik im SoVD NRW, zieht eine positive Bilanz: „Wir haben die Defizite bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention dargelegt, unzählige Barrieren für Menschen mit Behinderung aufgezeigt, Politik und Betroffene zusammengebracht und Druck aufgebaut, damit sich endlich etwas ändert. Das war ein wichtiger Schritt.“ Die Hindernisse, mit denen gehbehinderte, blinde, gehörlose und anderweitig beeinträchtigte Menschen zu kämpfen haben, hätten allerdings längst abgebaut werden können, so Spörke weiter. „Wir werden die neu entstandenen oder intensivierten Kontakte zur Politik pflegen und ausbauen, um uns so noch stärker für die Betroffenen einzusetzen. So gesehen wirkt diese Kampagne weiter, auch über den heutigen Tag hinaus.“