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Bildreport: Blinde gehen baden

Aktion am Reichstagufer - Blinde gehen baden
Aktion am Reichstagufer - Blinde gehen baden
Foto: Irina Tischer

UNBEKANNT (KOBINET) 30 blinde und sehbehinderte Menschen sprangen heute am Reichstagsufer in die Spree. Etwa 200 Freunde und Angehörige, interessierte Passanten und zahlreiche Vertreter der Medien verfolgten die Aktion "Blinde gehen baden", mit der im Regierungsviertel gegen das von der großen Koalition geplante und im vorliegenden Entwurf völlig unzureichende Teilhabegesetz protestiert wurde. Irina Tischer, gehörlose Bildreporterin, war für kobinet dabei.

 

"Wir fordern: Sehbehinderte Menschen dürfen nicht von der Eingliederungshilfe ausgeschlossen werden", war auf einem Handzettel zur Aktion zu lesen. "Sehbehinderte Menschen mit einem Sehvermögen von bis zu 30 % haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, beispielsweise wenn sie teure Hilfsmittel für die Schule oder das Studium benötigen oder Hilfe bei der Hausaufgabenkontrolle ihrer Kinder. Dies soll sich mit dem Bundesteilhabegesetz ändern: Künftig können nur Menschen, die einen komplexen Unterstützungsbedarf in fünf von neun Lebensbereichen haben, Leistungen erhalten. Es darf nicht passieren, dass sehbehinderte Menschen als 'nicht behindert genug' ausgemustert werden!"