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Barrierefreiheit verteidigen

Ortstermin vor Citytoilette in Berlin-Reinickendorf
Ortstermin vor Citytoilette in Berlin-Reinickendorf
Foto: Seifert

BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Den "Nutzen-für-alle-Effekt" stärken, nannte Linkspolitiker Ilja Seifert einen Text, mit dem er kobinet heute über einen Termin beim christdemokratischen Reinickendorfer Bezirksbürgermeister informierte. Es ging darum, Barrierefreiheit zu verteidigen und auszubauen. "Eigentlich bin ich es ja mehr als leid, immer wieder zermürbende Abwehrkämpfe zu führen, immer wieder verteidigen zu müssen, was schon als erreicht galt. Aber, wenn wir es jetzt nicht tun, werden sich unsere Teilhabebedingungen noch rasanter weiter verschlechtern", befürchtet Seifert. Auf Berliner Landesebene seien es - wieder einmal - die öffentlichen Toiletten.



Glücklicherweise hätten inzwischen auch etliche nicht-sichtbar behinderte Menschen begriffen, dass es einen „Nutzen-für-alle-Effekt“ gibt, wenn Alltagsgegenstände – darunter Stadtmöbel und andere Infrastruktur – so konzipiert, gebaut und betrieben werden, „daß sie auch von Menschen mit schweren Behinderungen gut genutzt werden können“. Deshalb folgte er heute gern der Einladung des Reinickendorfer Bezirks-Bürgermeisters (CDU), der sich für den Erhalt der WALLschen City-Toiletten und die Erhöhung ihrer Anzahl engagiert.

„Gemeinsam mit dem Landesbehindertenbeauftragten – und unterstützt von etlichen Betroffenen (z.B. Beate Enders und Uschi Lehmann; Foto) erläuterten wir mehreren Pressevertretern, wie unsinnig, ja schädlich die Pläne einiger Verwaltungsbeamter im Senat sind, durch eine rein betriebswirtschaftlich geprägte, europaweite Neuausschreibung vielleicht ein paar Euro mehr in die Kasse zu bekommen, dafür aber weniger ganztägig nutzbare öffentliche barrierefreie Toiletten in Kauf zu nehmen“, so Seifert. „Eigentlich möchte ich um Fortschritte kämpfen. Um mehr Teilhabe. Um bessere Persönlichkeitsentfaltungs-Möglichkeiten. Um reibungsloseres Miteinander usw …“