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Inklusive Zustellteams stellten Post zu

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Foto: Aktion Mensch

BONN (KOBINET) Die Deutsche Post und die Aktion Mensch starteten gestern ein ganz besonderes Projekt, um für das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zu werben: Gestern Morgen lieferten "inklusive Zustell-Tandems" – also Postzusteller gemeinsam mit Menschen mit Behinderung - in bundesweit fünf Zustellbezirken die tägliche Brief- und Paketpost an die Postkunden aus, heißt es in einer Presseinformation der Aktion Mensch

In allen vier Himmelsrichtungen gingen die inklusiven Zusteller-Tandems auf Tour: in Bonn und Neunkirchen-Seelscheid in Nordrhein-Westfalen, Winsen in Niedersachsen, Wabern in Hessen und Bayreuth in Bayern. Wer an dem Tag persönlich die Post entgegennahm, konnte sich freuen, denn mit der gewohnten Tagespost überreichten die Teams auch jeweils ein bereits bezahltes "Glücks-Los" der Aktion Mensch.

Den Startschuss für die Ausliefertouren setzten die Deutsche Post und die Aktion Mensch in Bonn: "Die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung im Alltag ist der Schlüssel zu einer inklusiven Gesellschaft. Doch diese Begegnung ist noch zu selten. Daher bringen wir die Post heute zu zweit an die Haustüren", erläuterte Aktion Mensch Vorstand Armin v. Buttlar den Hintergrund des Projektes. Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post – eCommerce – Parcel der Deutsche Post DHL Group, unterstreicht: "Über neun Prozent unserer Mitarbeiter und Kollegen leben und arbeiten mit einer Behinderung. Sie sind eine Bereicherung für unser Unternehmen, ihre Leistungen sind jeden Tag Teil unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Mit unserer Aktion setzen wir ein Zeichen, dass auch die Wirtschaft mehr im Bereich Inklusion tun kann." Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch stellt die Deutsche Post ab 2016 zudem 20 Praktikumsplätze für Menschen mit Behinderungen bereit.

Schon 2014 zeigten gemeinsame Untersuchungen zum "Deutsche Post Glücksatlas", dass Menschen mit und Menschen ohne Behinderung relativ wenig Kontakt miteinander haben. Laut Forsa haben 52 Prozent der Bevölkerung nach eigenen Angaben "nur selten oder nie" mit Menschen mit Behinderung zu tun und weitere zwölf Prozent "hin und wieder". Dabei ist die Offenheit für das gesellschaftliche Leitbild einer "inklusiven Gesellschaft" groß.

Für 98 Prozent der von Forsa Befragten ist dieses Leitbild eines gleichberechtigten Miteinanders ein wichtiges Ziel, für 70 Prozent sogar ein sehr wichtiges. Auch den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung befürworten mit 64 Prozent fast zwei Drittel der deutschen Bevölkerung. So positiv die einhellige Zustimmung für Inklusion ist, glaubt aber nur eine Minderheit der Bevölkerung von knapp einem Drittel daran, dass dieses Ziel irgendwann einmal erreicht werden kann. Und selbst von denen, die daran glauben, meinen nur wenige, dass es kurzfristig erreichbar sei. Das gestern gestartete Projekt ist daher ein weiterer gemeinsamer Schritt der Deutschen Post und der Aktion Mensch, um die gesellschaftlich gewünschten Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung in die Praxis umzusetzen, heißt es in der Presseinformation der Aktion Mensch.

BONN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sacjnt9