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Von Integration kann hier keine Rede sein

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GüTERSLOH (KOBINET)

GüTERSLOH (KOBINET) "Von Integration kann hier keine Rede sein", so betitelte die junge Welt ein Interview, dass Susan Bonath mit dem Rechtsanwalt Peter Heethey in Sachen Beschäftigung behinderter Menschen in Werkstätten führte.  Dabei vertritt der Rechtsanwalt fünf KlägerInnen, die gegen den Wertkreis Gütersloh gGmbH aufgrund von Benachteiligungen klagen. 



„Wir klagen auf höhere Leistungsprämien. Diese sind von der Werkstatt zusätzlich zu gewähren. Als ‚Grundsalär‘ zahlt sie den Beschäftigten 75 Euro monatlich. Das Land Nordrhein-Westfalen gibt 26 Euro dazu. Das ist gesetzlich festgelegt. Es handelt sich um ‚arbeitnehmerähnliche Verhältnisse‘, da die Betroffenen allesamt beeinträchtigt sind und keine Arbeitsnormen gelten. Die Höhe der Prämie richtet sich dennoch unter anderem nach Stückzahlen, Flexibilität und Teamfähigkeit. Diese Kriterien berücksichtigen aber nur ungenügend die individuelle Situation. Hinzu kommt eine undurchsichtige Lohnordnung. Mitte 2014 wurde diese neu gefasst. Danach wurden die Prämien für fast alle Beschäftigten heruntergefahren. Ein Mandant bekam etwa 130 Euro, jetzt erhält er nichts mehr zusätzlich. Die Werkstatt erbringt auch keine Nachweise, ob sie, wie vorgeschrieben, 75 Prozent des erwirtschafteten Gewinns als Lohn auszahlt“, argumentiert Rechtsanwalt Peter Heethey.

Bereits vor einigen Monaten hatte das ZDF Magazin WISO über die Situation von behinderten Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, anhand der Auseinandersetzungen von Ines Pakosch mit der Werkstatt in Gütersloh geschildert. Im November stehen die Verfahren voraussichtlich vor Gericht.

Link zum Interview in der jungen Welt

Link zum Bericht in ZDF Magazin WISO