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Wettbewerb für barrierefreien Tourismus in Rheinland-Pfalz

Eveline Lemke
Eveline Lemke
Foto: RLP

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MAINZ (KOBINET)

MAINZ (KOBINET) Der Wettbewerb "Tourismus für Alle" zur Entwicklung von barrierefreien Modellregionen in Rheinland-Pfalz geht in die zweite Runde. Nachdem im Juni fünf Siegerregionen ausgewählt wurden, besteht jetzt eine weitere Chance auf Mittel aus der aktuellen EFRE-Förderperiode. Die rheinland-pfälzischen Tourismusregionen zeichnen sich bereits jetzt nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums durch eine hohe Qualitäts- und Serviceorientierung aus.



„Unser Ziel ist, dass auch mobilitäts- und aktivitätseingeschränkte Urlauber ihre freie Zeit bei uns in Rheinland-Pfalz unbeschwert genießen können“, sagte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. „Um die Tourismusregionen in diesem Entwicklungsprozess weiter gezielt zu unterstützen, sollten sie sich am landesweiten Wettbewerb ‚Tourismus für Alle‘ beteiligen.“

Mitmachen können alle rheinland-pfälzischen Gemeinden, Verbandsgemeinden und Städte, die sich für den Wettbewerb jeweils zu einer Modellregion zusammenschließen und gemeinsam mit einem Konzept bewerben. Zur Teilnahme am Wettbewerb sind alle rheinland-pfälzischen Gemeinden, Verbandsgemeinden und Städte aufgerufen, die bereits im barrierefreien Tourismus aktiv sind oder sich zukünftig mehr engagieren möchten. Auch die Regionen, die an der ersten Runde teilgenommen, aber nicht zu den Siegern gehört haben, können sich in der zweiten Runde erneut bewerben.

Die Siegerregionen erhalten einen exklusiven Zugriff auf Fördermittel für öffentliche touristische Infrastruktur-Vorhaben und einzelbetriebliche Förderung für Beherbergungs-, Gastronomie- und Campingbetriebe im Rahmen der EFRE-Förderperiode 2014-2020. „Nur Antragsteller aus diesen Regionen sind in dem Zeitraum der Förderperiode für Investitionen zur Förderung der Barrierefreiheit antragsberechtigt. Diese einmalige Fördermöglichkeit sollten sich die Städte und Gemeinden sowie die touristischen Betriebe in Rheinland-Pfalz nicht entgehen lassen“, sagte Eveline Lemke. Der Wettbewerb wird vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung durchgeführt. Eine Jury mit Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Barrierefreiheit entscheidet über die Wettbewerbsbeiträge. Vertreten sind hier bedeutende Institutionen aus Rheinland-Pfalz, aber auch der Bundesebene wie beispielsweise der Deutsche Tourismus Verband (DTV).

„Wir unterstützen den Wettbewerb gern“, betonte Stefan Zindler, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus (RPT) GmbH. „Wir suchen Modellregionen, die entlang der touristischen Servicekette Betriebe und Angebote für den barrierefreien Tourismus vorbildlich erschließen und miteinander vernetzen wollen.“ Nicht nur die Siegerregionen profitieren von der Teilnahme am Wettbewerb: „Alle teilnehmenden Regionen erhalten ein individuelles und fachkundiges Feedback zu ihrem eigenen Wettbewerbsbeitrag“, sagte Silvia Fries, Tourismusreferentin der IHK Trier. „Eine unabhängige Fachjury, der auch der DEHOGA Rheinland-Pfalz angehören wird, bewertet alle Wettbewerbsbeiträge. Da Betriebe in den Siegerregionen zukünftig einen exklusiven Zugriff auf Investitionsförderung in Barrierefreiheit erhalten, sollten interessierte und Investitionswillige Unternehmer ihre Gemeinde unbedingt zur Teilnahme an diesem Wettbewerb ermuntern“, so Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz.

Mit der Organisation und Begleitung des Wettbewerbs wurden die Tourismusberatungen NeumannConsult aus Münster und PROJECT M aus Berlin beauftragt. Die Ausschreibungsunterlagen und Teilnahmebedingungen können ab sofort auf der Internetseite des Tourismusnetzwerks Rheinland-Pfalz www.tourismusnetzwerk.info heruntergeladen werden. Einsendeschluss ist der 13. November 2015.