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Frauenbeauftragte in Einrichtungen wurden geschult

Logo des Projekts Frauenbeauftragte in Einrichtungen
Logo des Projekts Frauenbeauftragte in Einrichtungen
Foto: Weibernetz e.V.

HANNOVER (KOBINET) In Hannover fand diese Woche der zweite Schulungsblock für Multiplikatorinnen im Rahmen des Projekts "Frauenbeauftragte in Einrichtungen. Eine Idee macht Schule" des Weibernetzes statt. Jeweils zwei  Frauen - eine Fachfrau mit Lernschwierigkeiten und eine Fachfrau ohne Lernschwierigkeiten - werden dabei gemeinsam ausgebildet, um später als Tandem-Team Frauenbeauftragte in Einrichtungen schulen zu können.

"Im Mittelpunkt der zweiten Schulung unseres Kurses stand das Thema Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen", erklärt Beatrice Gomez, Projektmitarbeiterin beim Weibernetz. "Dazu hatten wir sehr kompetente Unterstützung von Fachfrauen aus der Praxis: Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs Hannover haben über die Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für gewaltbetroffene Frauen informiert und zwei WenDo-Trainerinnen haben mit den Teilnehmerinnen in praktischen Übungen ausprobiert, wie sich Frauen mit ganz verschiedenen Behinderungen verteidigen und selbst behaupten können."

Auch bei dieser Schulung waren die Beiträge der Referentinnen mit Lernschwierigkeiten als Expertinnen in eigener Sache wesentlicher inhaltlicher Bestandteil. So bestand das Schulungs-Team dieses Mal neben Ricarda Kluge und Beatrice Gomez vom Weibernetz aus Elke Baier als Frauenbeauftragte der Leipziger Lindenwerkstätten, Anita Kühnel als Projekt-Mitarbeiterin von Mensch zuerst und ganz neu Yvonne Hasse von den Baunataler Werkstätten, die gerade ihr Praktikum beim Weibernetz begonnen hat. "Für mich war die Schulung sehr interessant. Am besten haben mir die WenDo-Übungen gefallen, das kannte ich bisher noch gar nicht", erzählt Yvonne Hasse über ihre ersten Praktikumstage im Projekt.

Die Teilnehmerinnen aus Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz kommen aus Werkstätten und Wohn-Einrichtungen für behinderte Menschen, aber auch aus Frauenberatungsstellen oder Vereinen für behinderte Frauen. "Die Frauen sind alle hochmotiviert und bringen spannende Erfahrungen und Ideen in die Schulungen ein. Sie unterstützen sich gegenseitig und arbeiten unheimlich wertschätzend zusammen. Das macht die Schulungen auch für uns als Schulungsteam zu einem tollen Erlebnis und gibt uns immer wieder neuen Schwung für die Arbeit", freut sich Ricarda Kluge über den Verlauf der Schulung.

Im November findet der dritte Block der Trainerinnenschulung statt. Neben dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördern auch die Bundesländer das aktuelle Projekt des Weibernetz. Am Schulungskurs 2014 in Würzburg beteiligten sich Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen und Schleswig-Holstein. Der aktuelle Kurs wird finanziert durch die Länder Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

HANNOVER (KOBINET) Kategorien Nachrichten

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