Foto: LebensWelten im Oberlinhaus
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POTSDAM (KOBINET)
POTSDAM (KOBINET) Die LebensWelten im Oberlinhaus feiern heute das 20-jährige Jubiläum ihrer Frühförder- und Beratungsstelle mit einem Familienfest. „Auf den Tag genau vor 20 Jahren erhielten wir für diese Leistungen die erste offizielle Kostenübernahmeerklärung der Stadt Potsdam“, so Geschäftsführerin Renate Frost. Seitdem wurden etwa 1.150 Kinder in der Frühförderung individuell begleitet. Je früher die Hilfe einsetzt, umso besser sind die Entwicklungsmöglichkeiten der von Behinderung bedrohten Kinder. „Jeder Tag zählt, um die Entwicklungsrückschritte so gering wie möglich ausfallen zu lassen. Von den Kindern, die bei uns gefördert werden und das Schulalter erreichen, gehen jährlich etwa 80 Prozent in normale Regelschulen über“, erklärt Frost.
Die Frühförder- und Beratungsstelle Potsdam richtet sich an Familien mit Kindern unterschiedlichster Entwicklungsauffälligkeiten von der Geburt bis zum Einschulungsalter. Im Zentrum stehen häufig die Verbesserung von sprachlichen und motorischen Fähigkeiten sowie sozialen Kompetenzen durch spielerische Angebote. Die speziell ausgebildeten Pädagogen fahren wöchentlich zu den Kindern in Potsdam und Umgebung.
„Die Frühförderung findet meistens zu Hause oder in der Kita statt. Die Kollegen arbeiten intensiv mit Bezugspersonen und Fachkräften vor Ort zusammen. Sie unterstützen die Lebens- und Lernbedingungen der Kinder“, betont Renate Frost. Neben der allgemeinen Frühförder- und Beratungsstelle gibt es im Oberlinhaus spezielle Angebote für hörsehbehinderte/taubblinde Kinder aus dem gesamten Land Brandenburg sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Autismus-Spektrum-Störungen. Für den Landkreis Potsdam-Mittelmark öffnete 2012 eine offene Beratungsstelle mit Sitz in Werder. Die allgemeine heilpädagogische Frühförderung ist eine Vorsorgemaßnahme und kann auf Antrag vom örtlichen Sozialhilfeträger übernommen werden.




