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Location Award für Arminius-Halle?

Piss in der Arminius-Markthalle
Piss in der Arminius-Markthalle
Foto: sch

BERLIN (KOBINET) Die Berliner Behindertenzeitung berichtet in ihrer September-Ausgabe auf einer ganzen Seite über die Arminius-Halle, wo am 27.  Juni die Spontis mit einem "Piss in" gegen "die beispiellose Ignoranz" der Betreiber protestierten und bisher vergeblich ein barrierefreies WC forderten. Jeder Mensch muss müssen dürfen! Die Arminius-Markthalle setzt sich über Bedürfnisse hinweg, so die Schlagzeilen. Noch gibt es keine Anzeichen, dass sich an der diskriminierenden Situation etwas ändert. Die Betreiber hoffen indessen, wieder mit einem Location Award "für das einzigartige Ambiente" ausgezeichnet zu werden. Eine Anfrage der Zeitung beim Verleiher des Preises, welche Rolle die Barrierefreiheit bei der Bewertung spielt, wurde nicht beantwortet. Die Preisverleihung findet am 27./28. September in andel's Hotel in Berlin statt.

Noch gibt es keine Anzeichen, dass sich an der diskriminierenden Situation etwas ändert. Die Betreiber hoffen indessen, wieder mit einem Location Award "für das einzigartige Ambiente" ausgezeichnet zu werden (Gastro-Eventlocation ohne Klo). Eine Anfrage der Zeitung beim Verleiher des Preises, welche Rolle die Barrierefreiheit bei der Bewertung spielt, wurde nicht beantwortet. Die Preisverleihung findet am 27./28. September in andel's Hotel in Berlin statt.

Bärbel Reichelt, die bei den über 50 "Mitwirkenden" dabei war, schreibt in ihrem Bericht: "Und wir müssen weiter nerven! Immer wieder mit Flugblättern aufkreuzen, phantasievolle Aktionen durchführen, die Öffentlichkeit und die Medien für dieses berechtigte Anliegen gewinnen! Etwas anderes bleibt uns gar nicht übrig!"

Im Interview mit der Zeitung bedauerte Hildrun Knuth das Fehlen und Verweigern von Vorkehrungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben, wie sie in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen vorgesehen sind. "Der Bezirksbürgermeister hat dem Rechtsamt den Sachverhalt zur Prüfung übergeben", teilte die Behindertenbeauftragte von Berlin-Mitte mit. "Sobald der Bericht vorliegt vorliegt, werden wir nochmals und immer wieder an die zuständigen Fachbereiche herantreten.

Der Betreiber der Markthalle beruft sich auf eine Stellungnahme aus der zuständigen Senatsverwaltung von 2001, in der das Fehlen eines Behinderten-WC bedauert, jedoch als hinnnehmbar bezeichnet wird. Doch seitdem hat sich die Nutzung der Markthalle hin zur Erlebnis-Gastronomie erheblich verändert.   

BERLIN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/slmruv3