
Foto: ABSV
UNBEKANNT (KOBINET)
UNBEKANNT (KOBINET) Auf der Buslinie 204 zwischen Südkreuz und Zoologischer Garten (Hertzallee) wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nach abgeschlossener Testphase nun ausschließlich Elektro-Busse einsetzen. Vor dem Start am kommenden Montag hat der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V. (ABSV) gefordert, dass die Busse mit einem akustischen Warnsystem (AVAS = acoustic vehicle alerting system) ausgestattet werden müssen. AVAS soll blinde und sehbehinderte Menschen ebenso wie alle anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere Kinder oder ältere Menschen, auf die sich lautlos nähernden Fahrzeuge aufmerksam machen.
Wolfgang Schmidt-Block, Experte in Fragen Verkehr und Mobilität beim ABSV, befürchtet vor dem Hintergrund der seit Jahren vom ABSV vergeblich geforderten Außenansagen an Bussen und Straßenbahnen: „Bisher haben uns die Busse nur verschwiegen, wohin sie fahren – nun verraten sie uns nicht einmal mehr, dass sie da sind.“ Der für das Elektrobusprojekt zuständige Sachgebietsleiter bei der BVG habe Ende 2013 gegenüber dem ABSV versichert, „dass wir unabhängig vom gesetzlichen Stand der EU ein ,AVAS‘-System einsetzen werden“. Hält die BVG ihr Wort, fragt sich der Behindertenverein.




