Menu Close
Hinweis: Dieser Beitrag wurde von der alten Website importiert und gegebenenfalls vorhandene Kommentare wurden nicht übernommen. Sie können den Original-Beitrag mitsamt der Kommentare in unserem Archiv einsehen: Link

Berliner Waldbühne bald barrierefrei?

Ursula Lehmann
Ursula Lehmann
Foto: sch

320w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1024/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/O1quklQPRyWULiNp4KfMtzeXEBaxIZvJsor8m7FYg56wC2Th0VcSHjnGAdD9.jpg"/>
Ursula Lehmann
Foto: sch

1024w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1152/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/O1quklQPRyWULiNp4KfMtzeXEBaxIZvJsor8m7FYg56wC2Th0VcSHjnGAdD9.jpg"/>
Ursula Lehmann
Foto: sch

1152w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1280/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/O1quklQPRyWULiNp4KfMtzeXEBaxIZvJsor8m7FYg56wC2Th0VcSHjnGAdD9.jpg"/>
Ursula Lehmann
Foto: sch

1280w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1536/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/O1quklQPRyWULiNp4KfMtzeXEBaxIZvJsor8m7FYg56wC2Th0VcSHjnGAdD9.jpg"/>
Ursula Lehmann
Foto: sch

1536w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1920/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/O1quklQPRyWULiNp4KfMtzeXEBaxIZvJsor8m7FYg56wC2Th0VcSHjnGAdD9.jpg"/>
Ursula Lehmann
Foto: sch

1920w" sizes="(max-width: 320px) 320px, (max-width: 1024px) 1024px, (max-width: 1152px) 1152px, (max-width: 1280px) 1280px, (max-width: 1536px) 1536px, (max-width: 1920px) 1920px" src="https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/O1quklQPRyWULiNp4KfMtzeXEBaxIZvJsor8m7FYg56wC2Th0VcSHjnGAdD9.jpg"/>
Ursula Lehmann
Foto: sch

BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Nach der Konzertsaison in diesem Jahr sind in der Berliner Waldbühne Sanierungsmaßnahmen angesagt. Behinderte Besucher erwarten, dass eine der schönsten Freilichtbühnen Europas auch für sie barrierefrei zugänglich wird. Geh- und sehbehinderte Fans der Waldbühne im Olympiapark wollen nun Verbesserungen, bevor wieder vollendete Fakten geschaffen werden. Im kobinet-Gespräch meint Ursula Lehmann heute, dass der Senat gemeinsam mit dem Denkmalschutz die lange bekannte Waldbühnen-Problematik lösen kann und muss. Die Rollstuhlaktivistin ist ehrenamtlich aktiv in den Arbeitsgemeinschaften Kultur barrierefrei sowie Bauen und Verkehr barrierefrei, die von den dafür zuständigen Senatsverwaltungen einberufen wurden.



kobinet: Verhindert der Denkmalschutz Barrierefreiheit in der Waldbühne, die 1936 zu den Olympischen Spielen errichtet wurde?

Ursula Lehmann: Nicht wirklich, aber Denkmalschutz wird immer wieder gern als vorgeschobenes Argument benutzt.

kobinet: In der Senatsverwaltung für Inneres und Sport wird bedauert, dass die Waldbühne die Anforderungen an Barrierefreiheit nicht erfüllt und wegen Bestandsschutz leider keine Verbesserungen in Aussicht gestellt werden könnten …

Ursula Lehmann: … aber Bestandsschutz und Denkmalschutz sind nur vernünftig und richtig, wenn die Anlage barrierefrei ist und niemand ausgegrenzt wird.

kobinet: Das haben Sie nach einem „wunderschönen Waldbühnenkonzert“ am 15. August an Innensenator Frank Henkel geschrieben. Wie war das Konzert mit Daniel Barenboim und dem West-Eastern Divan Orchestra?

Ursula Lehmann: Wirklich wunderschön! Aber der Konzertgenuss war getrübt, weil sich wieder mal gezeigt hat, dass die „Sonderloge“ für Rollstuhlfahrer keine gute Lösung ist. Zahlreiche Besucher im Rollstuhl drängten sich noch vor der Loge und mussten sich auf Bänke darunter umsetzen lassen. Wollte gar nicht daran denken, was passiert, wenn plötzlich eine Evakuierung nötig gewesen wäre.

kobinet: Jahrzehntelang fuhren die Behindertenfahrdienste über den Murellenweg direkt an einen Seiteneingang, von wo Rollstuhlfahrer dann schnell zu ihren Plätzen unmittelbar vor der Bühne kamen …

Ursula Lehmann: … und die waren nicht limitiert, wie die Plätze jetzt oben in der Loge.

kobinet: Sie haben deshalb den Brief an Senator Henkel geschrieben.

Ursula Lehmann: Ja, ich will von ihm erfahren, wann und warum eine Verdrängung des Behindertenfahrdienstes und der Rollstuhlstellplätze zu Gunsten des Aufenthalts von Prominenten stattgefunden hat und warum dies bis heute toleriert wird.

(Das Gespräch führte Franz Schmahl)