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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) übte heute scharfe Kritik an der unmittelbar bevorstehenden Vergabe der Unabhängigen Patientenvertretung (UPD) an ein privatwirtschaftlich gewinnorientiertes Unternehmen. Den Zuschlag soll offenbar die Sanvartis GmbH erhalten. Das Unternehmen ist bislang sowohl als Dienstleister für verschiedene Krankenkassen in Erscheinung getreten als auch in seiner Tätigkeit für Ärzte- und Apothekerorganisationen und die Healthcare-Industrie. „Der Grundsatz der Unabhängigkeit und Neutralität würde beim ausgewählten Gebot massiv verletzt. Die hohe Qualität und die unabhängige Unterstützung von Patientinnen und Patienten ist in Gefahr, wenn die Beratung über einen kommerziellen Anbieter erfolgt“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer in einem aktuellen Schreiben an den Patientenbeauftragen der Bundesregierung und an den Gesundheitsminister.
„Der Grundsatz der Unabhängigkeit und Neutralität würde beim ausgewählten Gebot massiv verletzt. Die hohe Qualität und die unabhängige Unterstützung von Patientinnen und Patienten ist in Gefahr, wenn die Beratung über einen kommerziellen Anbieter erfolgt“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer in einem aktuellen Schreiben an den Patientenbeauftragen der Bundesregierung und an den Gesundheitsminister. „Es ist nicht nachzuvollziehen, dass ein anerkanntes Beratungsangebot, das sich seit langem bewährt hat, nicht weiter finanziert werden soll. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Interessenvertretung von Patientinnen und Patienten durch die UPD mitunter unbequem für die Krankenkassen sein kann.“
Der SoVD-Präsident befürchtet, dass der GKV-Spitzenverband und der Patientenbeauftragte der Bundesregierung entgegen dem begründeten Protest aus dem wissenschaftlichen Beirat der UPD sowie zahlreicher sozialpolitischer Interessenvertretungen an ihrem Vorhaben festhalten.
Wenn der bisherige Verbund der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland nach 2015 nicht mehr finanziert wird, stehen insgesamt 21 Beratungsstellen vor dem Aus. Betroffen ist auch die hannoversche Beratungsstelle, deren Träger der SoVD ist.




