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Beirat für inklusives Freiwilligenengagement tagte

Bild von der Beiratssitzung
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Foto: Irina Tischer

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BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Was sind Engagementbarrieren? Welche Visionen und Herangehensweisen benötigt man, um inklusives Engagement als Thema zu befördern? Welche Netzwerke braucht es konkret vor Ort? Unter anderem waren es diese Fragen, denen die acht Beiratsmitglieder des Inklusionsprojektes der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) "Sensibilisieren, Qualifizieren und Begleiten – Freiwilligenagenturen als inklusive Anlauf- und Netzwerkstellen für Engagement weiterentwickeln" im Rahmen ihrer konstituierenden Sitzung am 23. April auf dem "Pfefferberg" in Berlin nachgingen.



Die Erörterung der eigenen Rolle als Beirat war dabei ebenso ein Thema wie die breite Diskussion der im Projekt geplanten Formate und Inhalte. Ziel des bagfa-Inklusionsprojektes ist die Weiterentwicklung von Freiwilligenagenturen zu selbstverständlichen Anlaufstellen für das Engagement von Menschen mit Behinderung. Hierzu sind im Zeitraum bis 2019 verschiedene Fortbildungsformate und Veranstaltungen geplant, die Projektleiter Henning Baden den Beiratsmitgliedern vorstellte. So die Projekthomepage, die im Juni 2015 an den Start geht, und die für Ende 2015 geplante bagfa-Studie zu „Freiwilligenagenturen und Inklusion“. Projektreferentin Lisa Dittrich ergänzte den Überblick zum Projektstand mit Ergebnissen der bagfa-Umfrage zum Ist-Stand bezüglich Inklusion in Freiwilligenagenturen.

Auf Basis der jeweiligen persönlichen Erfahrungen und Netzwerke gaben die Beiratsmitglieder wertvolle Hinweise zu Fortbildungen und Veranstaltungsformaten. Der bisherige Projektverlauf wurde positiv bewertet. Schwerpunkte der Diskussion war dann, in wie weit das Gremium die bagfa dabei unterstützen könne, das Thema „Engagement und Inklusion“ als politisches Thema verstärkt zu besetzen. Es müsse gelingen, auch die „großen Fragen“ wie beispielsweise die nach der Finanzierung von eventuell notwendiger Assistenz im Engagement zu besetzen.

Die größte Herausforderung in Inklusionsprozessen sei es immer, die eigene Haltung zu überdenken, wegzukommen vom Bild von Menschen mit Behinderung als „Hilfsbedürftige“ hin zu einer Stärkenorientierung, so die einhellige Meinung. Inklusion funktioniere immer auch über Bilder: warum werden Nutzerinnen von Rollstühlen meist als unterstützungsbedürftige Zielgruppe für Engagement und nicht als aktive Freiwillige dargestellt? Die zivilgesellschaftliche Dimension müsse stärker betont werden, um im gesellschaftlichen Veränderungsprozess der Inklusion mehr Gehör zu finden. Die Beiratsmitglieder stimmten dahingehend überein, dass Freiwilligenagenturen hierbei eine wichtige Mittlerrolle zukommen könne.

Dem jährlich tagenden Beirat gehören an: Adina Hermann (Sozialhelden e.V.), Dr. Nicole Schmidt (Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V), Hans Lucas (bagfa e.V.), Wolfram Giese (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Ottmar Miles-Paul (Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter e.V.), Alexander Westheide (Aktion Mensch e.V.), Hubert Hüppe (Mitglied des Bundestags) und Prof. Dr. Swantje Köbsell (Alice-Salomon-Hochschule). Ursula Frenz vom Städtetag Baden-Württemberg und der Bundesvorsitzende der BAG Selbsthilfe, Volker Langguth-Wasem unterstützen ab 2016 durch ihre Mitgliedschaft den Beirat.

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