Menu Close
Hinweis: Dieser Beitrag wurde von der alten Website importiert und gegebenenfalls vorhandene Kommentare wurden nicht übernommen. Sie können den Original-Beitrag mitsamt der Kommentare in unserem Archiv einsehen: Link

Paralympische Rasselbande

Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Foto: BSBerlin/Reinhard Tank

320w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=448/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/45LfGZgkqR2o09itVpXeBNlyUHvuD3TxIM1z7maQYKwChSEnOdJW6jP8Fsbc.jpg"/>
Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Foto: BSBerlin/Reinhard Tank

448w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=512/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/45LfGZgkqR2o09itVpXeBNlyUHvuD3TxIM1z7maQYKwChSEnOdJW6jP8Fsbc.jpg"/>
Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Foto: BSBerlin/Reinhard Tank

512w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1024/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/45LfGZgkqR2o09itVpXeBNlyUHvuD3TxIM1z7maQYKwChSEnOdJW6jP8Fsbc.jpg"/>
Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Foto: BSBerlin/Reinhard Tank

1024w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1152/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/45LfGZgkqR2o09itVpXeBNlyUHvuD3TxIM1z7maQYKwChSEnOdJW6jP8Fsbc.jpg"/>
Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Foto: BSBerlin/Reinhard Tank

1152w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1280/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/45LfGZgkqR2o09itVpXeBNlyUHvuD3TxIM1z7maQYKwChSEnOdJW6jP8Fsbc.jpg"/>
Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Foto: BSBerlin/Reinhard Tank

1280w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1536/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/45LfGZgkqR2o09itVpXeBNlyUHvuD3TxIM1z7maQYKwChSEnOdJW6jP8Fsbc.jpg"/>
Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Foto: BSBerlin/Reinhard Tank

1536w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1920/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/45LfGZgkqR2o09itVpXeBNlyUHvuD3TxIM1z7maQYKwChSEnOdJW6jP8Fsbc.jpg"/>
Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Foto: BSBerlin/Reinhard Tank

1920w" sizes="(max-width: 320px) 320px, (max-width: 448px) 448px, (max-width: 512px) 512px, (max-width: 1024px) 1024px, (max-width: 1152px) 1152px, (max-width: 1280px) 1280px, (max-width: 1536px) 1536px, (max-width: 1920px) 1920px" src="https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/45LfGZgkqR2o09itVpXeBNlyUHvuD3TxIM1z7maQYKwChSEnOdJW6jP8Fsbc.jpg"/>
Fußball-Profis bei Blindenfußballern
Foto: BSBerlin/Reinhard Tank

UNBEKANNT (KOBINET)

UNBEKANNT (KOBINET) Reinhard Tank vom Behinderten-Sportverband Berlin berichtet heute, wie die paralympische Rasselbande von Union Berlin den Blindenfußball unterstützt. Berliner Eisbären, Berlin Recycling Volleys, ALBA-Berlin Basketball. Immer mehr Berliner Bundesliga-Vereine solidarisieren sich mit dem Behindertensport, unterstützen die „Wir wollen die Spiele"-Kampagne und laden paralympische Sportarten zu Demonstrationsspielen ein. Drei Profifußballer von Union Berlin trafen sich mit Blindenfußballer des FC Victoria 1889 Berlin in Lichterfelde-Tempelhof.



Berlin (kobinet) Nach Eishockey, Volley- und Basketball war nun König Fußball an der Reihe. Drei Profis von Union Berlin zeigten gegen die Blindenfußballer des FC Viktoria 1889 Berlin, dass sich blind zu verstehen gar nicht so einfach ist. Torwart Mohamed Amsif, Mittelfeldspieler Michael Parensen und Abwehrspieler Björn Kopplin lernten beim Training der blinden Kicker eine neue Variante ihres Berufes kennen. „Voy, Voy“ – „Wo ist der Ball?“ – „Ja wo bin ich denn?“ Das waren die am meisten zu hörenden Rufe, als die Profis vom Bundesliga Zweitligisten im wahrsten Sinne des Wortes blind Fußball spielten.

Eine erste Einweisung in die verwandte Sportart erfolgte aufgrund des großen Interesses seitens der Profis noch im Gebäude der Viktoria. Danach ging es dann aber raus auf den Platz. Hier konnte die anfängliche Unsicherheit seitens der Köpenicker schnell durch Trainer Moritz Klotz genommen werden. Die grundlegenden Abläufe wie Orientierung, Ballführung und das Passspiel wurden intensiv geübt und eintrainiert.

Was nun noch fehlte, war der finale Feinschliff für das angesetzte Trainingsspiel. Um diesen zu erhalten galt es also, den Ball nicht nur aus der Bewegung heraus zu treffen, sondern ihn so zu platzieren, dass man ihn später als Torschuss bezeichnen konnte.

Zur Überraschung der Spieler und Anwesenden klappte dies mit verbundenen Augen besser als zuvor angenommen. Es konnte nun also zum entscheidenden Spiel kommen. Doch wer dachte, dass die Begegnung streng nach Viktoria gegen Union aufgeteilt werden würde, sah sich getäuscht. Die Spieler beider Mannschaften entschieden sich gemeinschaftlich für Mischmannschaften. Das dann stattfindende Spiel von 1 x 20 Minuten ging vor Pressevertretern und Zaungästen in einem bis zum Schluss spannenden 2:2 unentschieden aus.

„Immer dann, wenn ich dachte, ich wüsste jetzt, wo der Ball ist, waren die Jungs vom FC Viktoria schon wieder an mir vorbei“, so Mittelfeldspieler Michael Parensen. „Es war eine tolle neue Erfahrung, die ruhig jeder sehende Spieler einmal machen sollte. Denn da bekommt man doch hautnah gezeigt, wie schwer es ist, wenn plötzlich eine Sinneswahrnehmung fehlt.“

„Dass die aus dem Stand so hart und platziert schießen können, hätte ich nie gedacht“, zeigte sich Torwart Mohamed Amsif überrascht, als der erste Sechsmeter eines blinden Gegners in der rechten unteren Torecke einschlug.

So wurde an diesem Trainingsabend gezeigt, dass auch Blindenfußball durchaus als inklusive Sportart bezeichnet werden kann. Denn mit Augenbinde haben dann, außer dem Torwart, der nicht blind ist, alle dieselben Voraussetzungen.

Inklusion spielt auch im Ligabetrieb bei Union Berlin durchaus eine Rolle. Im Stadion an der Alten Försterei wird bei allen Heimspielen Audiodeskription, d. h. akustische Bildbeschreibung für Sehbehinderte angeboten. Und zwar nicht nur, wie es in den meisten anderen Fußballstadien der Fall ist, auf vorgegebenen Zuschauerplätzen, sondern im gesamten Stadion. „Denn bei den Heimspielen sollen auch die Sehbehinderten zusammen mit ihren Kumpels für Stimmung sorgen“, so Unions Pressesprecher Christian Arbeit.

„VOY = ich komme“ ist übrigens der international benutzte Ruf, mit dem ein angreifender Spieler ohne Ball sich zu erkennen gibt. Bei Unterlassung folgt ein Freistoß, bei vier Unterlassungen gibt es einen 8-Meter Strafstoß.