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UNBEKANNT (KOBINET)
UNBEKANNT (KOBINET) Unter dem Motto „Wollen wir die Paralympics?" diskutiert heute der Berliner Behindertensport über die Bewerbung der Stadt, die olympischen und paralympischen Spiele 2024 auszurichten. In einer Podiumsdebatte wird das Für und Wider einer Bewerbung Berlins erörtert. Das Präsidium des Behinderten-Sportverbandes Berlin (BSB) hat sich in einem Grundsatzbeschluss für eine Bewerbung ausgesprochen, allerdings nicht einstimmig und nicht ohne Diskussion. Können die Paralympics Berlin noch lebenswerter für Menschen mit Behinderung machen? Kann das Ziel erreicht werden, so die Kampagnenaussage der Befürworter, Berlin zur barriereärmsten Stadt Europas zu machen?
Der Deutsche Olympische Sportbund entscheidet am 21. März, ob Deutschland mit Berlin oder Hamburg ins Bewerbungsrennen geht. Mögliche Konkurrenten wären Rom, Boston oder auch Paris. Die Nolympia-Initiativen werden in Berlin wie auch in Hamburg von der Linkspartei angeführt. Berlins Landesbehindertenrat und der Landesbeauftragte für behinderte Menschen sind für eine Bewerbung der Stadt (29.1.2015).
Landesbeauftragter Jürgen Schneider erinnerte an die positiven Erfahrungen der allerdings erfolglosen Olympia-Bewerbung vor mehr als 20 Jahren. „Die vom Senat 1992 beschlossenen Leitlinien zum Ausbau Berlins als behindertengerechte Stadt, wären ohne die damalige Bewerbung nicht in dieser Qualität zu Stande gekommen“, so Schneider. „Bereits mit der Bewerbung um die Paralympics rücken die Probleme und die Interessen der Menschen mit Behinderung stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Damit bestehen deutlich bessere Chancen, die immer noch vorhandenen Defizite insbesondere bei der Barrierefreiheit von Bestandsgebäuden und Einrichtungen, aber auch hinsichtlich der Willkommenskultur für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen abzubauen.“




