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NITSA hakt nach zum Schäuble/Scholz Papier

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KARLSRUHE (KOBINET)

KARLSRUHE (KOBINET) Bereits am 29. September 2014 machte das Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA) in einem offenen Brief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und den Ersten Bürgermeister von Hamburg Olaf Scholz deutlich, dass es in der von den beiden Politikern vorgeschlagenen Entkoppelung der Entlastung der Kommunen vom Bundesteilhabegesetz falsche Signale für den Prozess der Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes sieht. Eine Antwort erhielt das Netzwerk bislang nicht und wendet sich daher erneut mit einem weiteren Brief an die beiden Herren.



Beim 27. Bundesparteitag der CDU in Köln konnte sich nun die Kommunalpolitische Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands (KPV) mit ihrem Initiativantrag ‚Kommunale Entlastung von der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen abkoppeln‘ durchsetzen. Wir sehen unsere im Schreiben vom 29.09.2014 zum Ausdruck gebrachten Befürchtungen bestätigt. Wir appellieren erneut an Sie, von der Entkopplung des Bundesteilhabegesetzes von der finanziellen Entlastung der Länder und Kommunen abzusehen. Das Bundesteilhabegesetz ist das wichtigste Vorhaben dieser Legislaturperiode im Bereich der Sozialgesetzbücher. Es findet an 20 Stellen im Koalitionsvertrag Erwähnung. Menschen mit Behinderung versprechen sich signifikante Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen durch das Bundesteilhabegesetz, die ebenso berechtigt sind, wie die finanzielle Entlastung der Länder und Kommunen. Doch zum Nulltarif wird es auch diese nicht geben. In diesem Zusammenhang bitten wir Sie erneut um die zeitnahe Beantwortung der beiden Fragen aus dem letzten Schreiben“, heißt es im offenen Brief von NITSA.

Link zum offenen Brief