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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Als Reaktion auf die Anschläge von Paris sind heute am Brandenburger Tor in Berlin Vertreter aus Politik und Religion sowie tausende Bürger zusammengekommen, um der Opfer zu gedenken und gegen islamistische Gewalt und für Toleranz und Religionsfreiheit zu demonstrieren. Etwa 10 000 Menschen versammelten sich auf dem Pariser Platz. Bundespräsident Joachim Gauck betonte auf der Kundgebung "Zusammenstehen – Gesicht zeigen", der Terror sei international, aber das Bündnis der Freien und Friedfertigen sei es erst recht.
„Die Welt rückt zusammen. Denn die Freiheit und die Menschenrechte sind nicht nur französisch oder deutsch oder europäisch, sie sind nicht nur westlich. Sie sind universell. Entscheidend sind nicht Herkunft, Hautfarbe oder Glaube. Die Freiheit, das Recht auf Leben, die Menschenrechte, sie gehören jedem Menschen“, erklärte Gauck.
Mit zwei Koranversen hat der Zentralrat der Muslime zu Beginn der Mahnwache an Worte Allahs erinnert, keine Menschen zu töten und gottesfürchtig zu sein. „Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne dass es einen Mord begangen oder auf der Erde Unheil gestiftet hat, so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält“, heißt es in der Sure 5. Sie wurde von einem arabischen Iman verlesen und übersetzt. In der Sure 49 wird daran erinnert, dass Menschen „zu Völkern und Stämmen gemacht“ worden seien, „damit ihr einander kennenlernt. Der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch.“
„Wir werden es nicht zulassen, dass unser Glaube missbraucht wird“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, in seiner Rede. „Wir werden es nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft von Extremisten, die nur das Ziel haben, Hass und Zwietracht zu stiften, auseinandergerissen wird.“




