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Krauthausen in der Berliner Zeitung

Raul Krauthausen unterwegs am Laptop
Raul Krauthausen unterwegs am Laptop
Foto: Andi Weiland

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Raul Krauthausen unterwegs am Laptop
Foto: Andi Weiland

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Raul Krauthausen unterwegs am Laptop
Foto: Andi Weiland

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Raul Krauthausen unterwegs am Laptop
Foto: Andi Weiland

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Raul Krauthausen unterwegs am Laptop
Foto: Andi Weiland

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Raul Krauthausen unterwegs am Laptop
Foto: Andi Weiland

BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Mit dem Verein Sozialhelden will Raul Krauthausen (34) keine Projekte von Behinderten für Behinderte machen. "Wir wollen vielmehr die Mehrheit dazu bringen, über Behinderung nachzudenken und sie für das Thema zu öffnen. Und zwar, ohne zu jammern", sagt der studierte Volkswirt, Sozialunternehmer und Autor heute in einem ausführlichen Interview mit der Berliner Zeitung.



Der Vorstandsvorsitzende der Sozialhelden ist Chef von zehn Angestellten. Auf die Frage „Wie viel arbeiten Sie und wie viel Geld dürfen Sie behalten?“ hält der „Glasknochenbesitzer“ fest: „Ich bin auf Assistenz angewiesen – also auf Menschen, die mir helfen, aus dem Bett zu kommen und mich anziehen. Diese finanziert das Sozialamt – mit dem Effekt, dass ich damit unter das Sozialhilfegesetz falle und nicht mehr verdienen darf, als den doppelten Hartz-IV-Satz, also 768 Euro. Das ist für mich mit einer 60-Stunden-Woche weniger als der Mindestlohn. Noch fataler ist, dass ich weder sparen noch erben darf. Alles, was ich über diesen Grenzsatz verdiene, wird zu 80 Prozent eingezogen. Alles über 2 600 Euro Rücklagen wird komplett eingezogen. Egal, wie viel ich arbeite, ich werde in der Altersarmut enden. Diese Aussicht macht mich krank. Das Anreizmodell ist an dieser Stelle kaputt. Wenn ich den ganzen Tag fernsehe, nehme ich genauso viel Hilfe in Anspruch.“