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ETTLINGEN (KOBINET)
ETTLINGEN (KOBINET) Eine Frau im Rolli, die unter Wasser einen Salto dreht, ist auf der neuen RehaTreff-Ausgabe (4/2014) zu sehen, die am Mittwoch erscheint. Es ist die britische Performance-Künstlerin Sue Austin. Sie möchte mit ihren Tauchfahrten eine gesellschaftliche Diskussion über das Thema Behinderung anregen, erfuhr kobinet vorab von der Redaktion des Magazins. „Viele Leute um mich herum verbinden einen Rollstuhl mit Beschränkung, Angst, Mitleid und Grenzen", erzählt sie in der Titelgeschichte.
Sie jedoch fand ihre erste Rollstuhlfahrt berauschend. Vor 18 Jahren hatte eine Krankheit sie so weit eingeschränkt, dass sie das Haus nicht mehr verlassen konnte. „Mit dem Rollstuhl konnte ich endlich wieder nach draußen. Es war ein unglaubliches Gefühl der Freiheit, endlich wieder mobil zu sein“, erinnert sie sich. Sue Austin wählte die Kunst, um einen Imagewechsel zu bewirken: Eine Tauchausrüstung werde mit einem Gefühl von Freiheit und Abenteuer verbunden. Der Rollstuhl (noch) nicht. Sue Austin sorgte erstmals im Vorfeld der Paralympics 2012 in London für Aufsehen, inzwischen ist sie mit ihrem Unterwasser-Rolli auch in Deutschland aufgetreten. Dabei sitzen einige Zuschauer sogar mit Taucherflaschen bei ihr im Schwimmbecken.




