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Gegen eine Kultur des Todes

Uwe Schummer
Uwe Schummer
Foto: Irina Tischer

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Foto: Irina Tischer

BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Angesichts der derzeitigen Diskussion über assistierte Selbsttötung hat sich der behindertenpolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Arbeitnehmergruppe im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer, zu Wort gemeldet. Er tritt gegen eine Kultur des Todes ein.



„Apparatemedizin und die Angst, dass das Leben nur noch über Kabel und an Chemie hängt, befördert den Wunsch, dem Sterben durch einen beschleunigten Tod zu entgehen. Dies darf in einer humanen Gesellschaft nicht die Lösung sein. Assistierte Selbsttötung ist unterlassene Hilfeleistung, die den Tod willentlich in Kauf nimmt. Dies zu organisieren oder Heilberufen wie Ärzten zu erlauben, würde eine Kultur des Todes erzeugen, in der sich auch aus finanziellen Gründen ‚ein sozial verträgliches Ableben‘ durchsetzt. Wer immer nur schneller, höher und weiter kennt, dem bleibt die Entschleunigung am Ende des Lebens fremd“, erklärte Uwe Schummer.

„Belgien kennt ein Recht zu Sterben, das auch organisierte Selbsttötung bei Krankheiten einschließt, die heilbar sind. So relativiert sich das Recht auf Hilfe durch die schnelle und billige Antwort, den Tod. Der humane Gegenentwurf für ein Sterben in Würde ist in Deutschland der weitere Ausbau von Hospizen, ambulanten Hospizdiensten und schmerzmildernder Palliativmedizin“, so Uwe Schummer.