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Peer Counseling – Qualität sichern

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JENA (KOBINET)

JENA (KOBINET) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) hat auf ihrer Mitgliederversammlung am Wochenende in Jena herausgestellt, dass die Methode des Peer Counseling eine professionelle Form der Beratung ist, teilte heute der Verband mit. "Bei der derzeitigen Diskussion um ein Bundesteilhabegesetz, das ja auch unabhängige Beratung stärken soll, muss Peer Counseling auch entsprechend anerkannt werden", erklärte das wiedergewählte Vorstandsmitglied Uwe Frevert.



Wenn zwei Menschen mit Beeinträchtigung miteinander redeten, so Frevert, sei dies natürlich kein Peer Counseling, wie dies oft unterstellt werde. Die Beraterinnen und Berater der ISL in den Zentren für selbstbestimmtes Leben seien alle speziell für die Beratung ausgebildet und somit fachlich qualifiziert. Um die Qualitätssicherung in der Beratung verbandsintern weiterzuentwickeln, wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen. Ferner soll ein weiterer Beratungsschwerpunkt bei Ratsuchenden mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen liegen. Diese Personengruppe bilde einen stetig wachsenden Anteil in der Beratungsarbeit der Zentren, hieß es in der Diskussion. Neben Uwe Frevert aus Kassel wurden auch Petra Stephan aus Berlin und Michael Gerr aus Würzburg von der Mitgliederversammlung in ihren Vorstandsämtern bestätigt.

Dass Inklusion von der Kita bis zur Berufswahl funktionieren kann, stellte Dr. Holger Gerlach vom Jenaer Verein QuerWege e.V. in einem engagierten Vortrag auf der ISL-Mitgliederversammlung dar. Alle Kinder – ob mit oder ohne Behinderung – haben das gleiche Recht auf Förderung und Bildung, so Gerlach. Unter diesem Motto arbeite der QuerWege seit 1993 und sorge dafür, dass in Jena Kinder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen gemeinsam aufwachsen und lernen können.