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Diskriminierung bei Transplantationen stoppen

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GIEßEN (KOBINET) Anlässlich der Weigerung des Universitätsklinikums Gießen-Marburg bezüglich der Transplantation eines Herzens bei einem Jungen erklärt das Zentrum selbstbestimmt Leben Gießen (ZsL), dass diese Haltung und das Vorgehen klar gegen die UN-Behindertenrechtskonvention und gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstoße.

In der Behindertenrechtskonvention heißt es dazu: „Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderung auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit ohne Diskriminierung aufgrund von Behinderung.“ Aufgrund dieses Grundsatzes darf eine Behinderung nicht zum Ausschluss aus einer gesundheitlichen Behandlung führen. Das ZsL Gießen fordert die Verantwortlichen auf, die UN-Behindertenrechtskonvention anzuwenden und entgegen der Meinung der in der Presse zitierten Einrichtungen das betroffene Kind doch zu behandeln und die Transplantation vorzubereiten. Selbst wenn die aktuelle bundesstaatliche Rechtslage den Ausschluss rechtfertige, sei das Grundrecht aus Artikel 3 Grundgesetz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ausschlaggebend für die Rechtsposition des Zentrums. Weiterhin wird das ZsL Gießen die Diskriminierung des kleinen Jungens an die zuständigen Stellen, wie etwa die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung und an die Monitoringstelle zur UN-Behindertenrechtskonvention weiterleiten und um Stellungnahme bitten, heißt es in einer Presseinformation des ZsL Gießen.