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BONN (KOBINET)
BONN (KOBINET) Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf sich nicht ausschließlich auf die Erziehungszeiten von Kindern beziehen. Deutschland braucht nach Ansicht des Bundesverbandes Rehabilitation (BDH) neben dem Ausbau frühkindlicher Betreuungsangebote dringend bessere Rahmenbedingungen für Menschen, die sich dazu entscheiden, ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu betreuen.
Zum gestrigen Tag der Pflege hat dies die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, bekräftigt und fordert ein tragfähiges Konzept von der Bundesregierung zur Förderung der häuslichen Pflege, um sicherzustellen, dass keine beruflichen Nachteile entstehen. „Neben einer Familienpflegezeitregelung benötigen wir zudem dringend Lösungen im Kampf gegen den drohenden Fachkräftemangel in Pflegeberufen, der sich gerade in der Betreuung Pflegebedürftiger verheerend auswirken kann. Der Pflegeberuf muss für junge Leute attraktiver werden und leistungsgerechter entlohnt werden“, so Ilse Müller, die dafür plädiert, die öffentlichen Zuschüsse zur Ausbildung des Pflegenachwuchses zu erhöhen und zur Entlastung der Pflege verstärkt auf Maßnahmen zur Rehabilitation zu setzen. Nach wie vor gelte für den BDH der Grundsatz „Reha geht vor Pflege“, der einerseits positive fiskalische Wirkungen durch eine Entlastung der Pflegekassen entfaltet und andererseits in zahlreichen Fällen Menschen dabei unterstützt, einen drohenden Pflegefall zu vermeiden, heißt es in der Presseinformation des BDH.




