
Foto: Anke Glasmacher
KöLN (KOBINET)
KöLN (KOBINET) Letzte Augenblicke des Wandels hat Anke Glasmacher fotografischen Schnappschüssen gleich in Worte gefasst. "Brot und Spiele" heißt der neue Lyrikband der Kölner postpoetry.NRWPreisträgerin. Sie stellt ihn am 17. Mai um 17:00 Uhr im Kulturcafe Lichtung in der Kölner Südstadt vor.
„Häuser, die abgerissen werden, Clubs, die schließen, Nischen, die verschwinden, aber auch das Neue, das entsteht. Häuser und Straßen, Tiere und Menschen werden zu Requisiten einer Bühne der Stadt im Wandel. Eine Bühne, auf der sich alle anonym aneinander vorbei bewegen. Doch immer wieder gibt es kurze Momente, in denen sie aus der Anonymität heraus in Beziehung zu treten scheinen. Dann steht die Zeit zwischen den Zeilen still“, heißt es in der Ankündigung für die Vorstellung des neuen Lyrikbandes. Hier wird die Nähe von Anke Glasmachers Gedichten zur so genannten Street- und „Urbex“-Photographie erkennbar. Einer Photographie, die Straßenszenen oder verlassene, sich wandelnde Orte festhält, um Stadt, Urbanität anders zu erkunden.
Solche letzten Augenblicke fängt Anke Glasmacher in ihren Texten ein, Schnappschüssen gleich. „Brot und Spiele“ lebt von der Dichte solcher Augenblicke, von analytisch scharf skizzierten Situationen, festgehalten in der Akrobatik ihrer Worte. Anke Glasmacher beobachtet den Wandel, sie wertet nicht. Und hat doch eine klare Position.
Von 1999 bis 2011 lebte die Autorin in Berlin-Prenzlauer Berg und erlebte als eine der vielen damaligen „Neu-Berliner/innen“ den Wandel der Stadt, besonders ihres Kiezes vom Arbeiterbezirk zu einem der inzwischen teuersten der Stadt mit. Das Großstadtleben wird zu einem der Hauptthemen ihrer Gedichte, zusätzlich inspiriert während mehrerer Reisen nach New York, der vielleicht immer noch bewegendsten aller Metropolen.
Das Buch
„Brot und Spiele“, Urban Poems Elifverlag, Nettetal 2014 ca. 112 Seiten, 14.95 Euro
ISBN: 978-3-9816147-6-3
Die Autorin
Anke Glasmacher, geboren 1969 und aufgewachsen im Bergischen Land, studierte Germanistik, Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Bonn und Köln. Nach dem Studium lebte und arbeitete sie viele Jahre in
Berlin, bevor sie 2011 zurück nach Köln zog. 2013 gehörte Anke Glasmacher zu den PreisträgerInnen des NRW-Lyrikpreises postpoetry. Mehr unter: www.ankeglasmacher.com




