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Sozialverband fordert mehr Barrierefreiheit

Adolf Bauer
Adolf Bauer
Foto: SoVD

BERLIN (KOBINET) Der Sozialverband Deutschland fordert heute aus Anlass des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai mehr Barrierefreiheit in der Bundesrepublik. Obwohl Deutschland vor fünf Jahren die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet habe, in der die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung gefordert wird, sei der Handlungsbedarf immer noch enorm, stellt Verbandsvorsitzender Adolf Bauer fest. "Egal ob beim Arzt, in der Schule oder im Kino, Barrieren verhindern oft eine gleichberechtigte Teilhabe", mahnt Bauer. Nötig sei ein grundlegender Prozess des Umdenkens in den Köpfen der Akteure in Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

Aus Sicht des Verbandspräsidenten bestehen insbesondere beim Wohnen erhebliche Defizite: "Wer den Umbau für einen barrierefreien Zugang zum Haus oder zur Wohnung plant, steht bereits vor hohen Hürden. Das fängt bei der Planung an und setzt sich bis zu den Finanzierungsfragen fort." Rund 2,5 Millionen Wohnungen seien in Deutschland bereits heute betroffen. "Wir fordern verbindlichere Regelungen für mehr Barrierefreiheit. Dazu gehören verstärkte Fördermaßnahmen für barrierefreies Wohnen ebenso wie verbindlichere Pflichten für private Investoren", sagt Bauer.

TV-Clip Wie barrierefrei ist unsere Umwelt?

BERLIN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/spwxyz5