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20 Jahre Bundesverband der Berufbetreuer/innen

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HAMBURG (KOBINET)

HAMBURG (KOBINET) Der Bundesverband der Berufsbetreuer/innen (BdB) feierte gestern sein zwanzigjähriges Bestehen. Der BdB wurde 1994 im Zuge des neuen Betreuungsrechts gegründet, das zwei Jahre zuvor das umstrittene Vormundschaftsrecht abgelöst hatte. Seitdem gibt es keine Entmündigung mehr, Wunsch und Wille der betreuten Menschen sind handlungsweisend.



Von zunächst 46 stieg die Zahl der Mitglieder bis heute auf mehr als 6.500. Zentrales Anliegen des BdB ist seit zwei Jahrzehnten die Auseinandersetzung mit den Aufgaben von Betreuung und der Qualität der Betreuungsarbeit, mit der Qualifizierung von beruflich tätigen Betreuer/innen sowie den Rahmenbedingungen im Blick auf die Zeit, die für Klienten zur Verfügung steht, ebenso wie die Vergütung von Betreuer/innen. Auf diesem Weg hat der BdB einer Presseinformation des Verbandes zufolge wichtige Meilensteine gesetzt, wie die Definition des Berufsbildes, die Einführung des Qualitätsregisters und die Entwicklung einer Fachlichkeit in Form des Betreuungsmanagements.

„Die Definition, was gute Betreuung ausmacht, ist dank der Arbeit des BdB in den vergangenen zwanzig Jahren deutlicher geworden“, bilanzierte der BdB-Vorsitzende Klaus Förter-Vondey. „Aber auch in den nächsten Jahren wird uns das Thema Professionalisierung beschäftigen. Denn nach wie vor stehen Regelungen der Berufszulassung, der Ausbildung und der Selbstverwaltung aus.“ Der BdB habe sich zu einem anerkannten Fachverband entwickelt, sein sozialpolitisches Engagement als Lobby von betreuten Menschen habe ihn zu einem geschätzten Partner in sozialpolitischen Netzwerken werden lassen und auch in der medialen Öffentlichkeit sei der Verband zunehmend gefragt. „Und wir haben wichtige politische Erfolge errungen“, sagte Klaus Förter-Vondey. Beispiele seien das Gesetz zur Befreiung von der Umsatzsteuer für Berufsbetreuer/innen oder ein Passus im Koalitionsvertrag, der die Weiterentwicklung des Betreuungsrechts als Regierungsaufgabe definiert. „Am Ziel sind wir noch lange nicht“, so Förter-Vondey weiter. „Wir setzen uns dafür ein, dass Berufsbetreuer von ihrer Arbeit auskömmlich leben können. Wir fordern mehr Zeit, damit von uns unterstützte Menschen würdig leben können. Wir wollen Anerkennung für unseren Beruf sowie eine geregelte Zulassung und Ausbildung als Voraussetzung. Und wir engagieren uns für den gleichberechtigten Austausch zwischen allen Professionen, die an Betreuung beteiligt sind, so dass sich Juristen, Mediziner, Pädagogen und Betreuer gegenseitig vernünftig ergänzen. Zum Wohle unserer Klientinnen und Klienten.“