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FRANKFURT AM MAIN (KOBINET)
FRANKFURT AM MAIN (KOBINET) Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat die Prämien für Medaillengewinner bei Olympischen Spielen und bei den Paralympics neu festgelegt. Der Gutachterausschuss der Sporthilfe verabschiedete auf seiner jüngsten Sitzung eine Gleichstellung von Olympia- und Paralympics-Prämien sowie die Erhöhung aller Medaillen-Prämien einstimmig. Die Regelung gilt ab sofort. "Athleten mit Behinderung stehen vor allem bei den Paralympics im Fokus der Öffentlichkeit. Unsere Leistung ist genauso hoch zu bewerten wie die von nicht-behinderten Sportlern, auch unser Training ist ebenso anspruchsvoll", sagte die mehrfache Paralympics-Siegerin Verena Bentele und neue Behindertenbeauftragte der Bundesregierung in der heute veröffentlichten Presseinformation der Sporthilfe. "Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf Gleichbehandlung in der Gesellschaft. Gleiche Prämien sind dafür ein gutes Symbol."
Die neue Prämienstaffelung: Gold 20.000 Euro, Silber 15.000 Euro, Bronze 10.000 Euro. Honoriert wird zukünftig jeweils der größte Erfolg eines Olympia- oder Paralympics-Starters, um Athleten unabhängig vom Wettkampfformat vergleichbare Unterstützung für ihre sportliche und berufliche Karriere zu ermöglichen. Die Auszahlung erfolgt über zwölf Monate.
Prämien für Mannschafts- und Spielsportarten und weitere Platzierungsprämien orientieren sich an der neuen Staffelung, werden jedoch gesondert durch den Gutachterausschuss der Sporthilfe festgelegt. Am 7. Mai wird in Berlin erstmals eine große Party für alle Medaillengewinner mit einer symbolischen Prämienübergabe stattfinden, die gemeinsam mit dem DOSB ausgerichtet wird. Die olympischen Erfolgsprämien der Sporthilfe waren konstant seit Sydney 2000 bzw. Salt Lake City 2002 und lagen seither bei 15.000 Euro (Gold), 10.000 Euro (Silber) und 7.500 Euro (Bronze). Die Förderprämien für Olympia-Medaillen schüttet die Sporthilfe in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund aus und erhält dafür einen jährlichen Zuschuss aus der olympischen Vermarktung des DOSB.
Die Goldprämien bei den Paralympics hatten sich seit Sydney 2000 (damals 1.350 Euro) kontinuierlich gesteigert, zuletzt in London 2012 auf 7.500 Euro. Silber brachte vor zwei Jahren 5.000 Euro, Bronze 3.000 Euro, die Anhebung wurde von der Bundesliga-Stiftung ermöglicht. Gemeinsame Anstrengungen der Deutschen Sporthilfe und ihrer Partner ermöglichen nun die weitere Steigerung und damit die seit langem angestrebte Angleichung der Medaillenprämien für Athletinnen und Athleten der Paralympics für Sotchi 2014.
„Diese Angleichung der Prämien im olympischen und im paralympischen Bereich ist eine immense Wertschätzung der sportlichen Leistungen aller Menschen mit Behinderung. Sie ist eine wichtige Weichenstellung zur Gleichbehandlung und Gleichstellung behinderter und nichtbehinderter Menschen, weit über den Sport hinaus“, sagte der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Friedhelm Julius Beucher.
Die durchschnittliche Gesamtförderung der Paralympics-Athleten aus Mitteln der Sporthilfe und des DBS ist seit Sydney 2000 signifikant ausgebaut worden und liegt trotz einer grundsätzlich anderen Wettbewerbssituation über der durchschnittlichen Sporthilfe-Förderung für Olympiasportler wie auch für andere nicht-olympische Sportarten. So werden, wie zwischen Sporthilfe und DBS vereinbart, die Besonderheiten des paralympischen Sports – teure Ausrüstung, Reisen, Begleitläufer, Betreuung – angemessen berücksichtigt, beispielsweise erhalten Begleitläufer erfolgreicher Athleten ebenfalls Erfolgsprämien.
„Nationale Förderer“ sind Lufthansa, Mercedes-Benz, Deutsche Telekom und Deutsche Bank. Sie unterstützen die Stiftung Deutsche Sporthilfe, die von ihr betreuten Sportlerinnen und Sportler und die gesellschaftspolitischen Ziele der Stiftung in herausragender Weise.




