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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Das Bundeskabinett hat die blinde Biathletin Verena Bentele zur neuen Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen bestellt. Sie wird aktiv die Gesetzgebung auf Bundesebene begleiten. Die 31-Jährige wird morgen von Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles in ihr Amt eingeführt.
„Anliegen von Menschen mit Behinderungen bilden sich in allen Politikbereichen ab. Das macht die Arbeit der Behindertenbeauftragten abwechslungsreich und spannend. Sie hat immer dann mitzureden, wenn die Belange von Menschen mit Behinderungen betroffen sind. Egal, ob es dabei um Barrierefreiheit, Bildung, Rehabilitation, Teilhabe, Gesundheit oder Pflege geht“, heißt es auf der Webseite der Bundesregierung. „Bentele nimmt Einfluss auf politische Entscheidungen und begleitet aktiv die Gesetzgebung auf Bundesebene. Wie funktioniert das in der Praxis? Die Bundesministerien beteiligen die Behindertenbeauftragte bei all jenen Vorhaben, die mit Integration oder Inklusion von Menschen mit Behinderung zu tun haben. So ist sichergestellt, dass die Interessen behinderter Menschen angemessen vertreten werden.“
Der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer hat Verena Bentele zu ihrer Ernennung gratuliert. „Ich bin mir sicher, dass es Verena Bentele gelingen wird, die Menschen mit Behinderungen sowie deren Verbände mit der Bundesregierung in einen konstruktiven Dialog zu bringen. Dafür wünsche ich ihr genauso viel Ausdauer und Treffsicherheit, wie sie sie bereits in der Loipe immer wieder bewiesen hat“, sagte Schweitzer in Mainz.
Als Vorsitzender der diesjährigen Arbeits- und Sozialministerkonferenz freue sich Schweitzer auf eine angenehme und konstruktive Zusammenarbeit und bot Bentele seine Mitarbeit zur Bewältigung ihrer verantwortungsvollen Aufgabe an: „Mit der Arbeits- und Sozialministerkonferenz steht Ihnen ein wichtiger Ansprechpartner zur Verfügung, der sich gemeinsam mit Ihnen für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen wird.“
Als Meilenstein für die Umsetzung des Inklusionsgedankens nannte Schweitzer die Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes, auf das sich die Koalitionsparteien verständigt haben. „Es wir die Selbstbestimmungsrechte der Menschen mit Behinderungen stärken und helfen, die erforderlichen Mittel zum Aufbau inklusiver Strukturen vor Ort in den Kommunen bereitzustellen“, so der Minister.




