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KASSEL (KOBINET)
KASSEL (KOBINET) Der Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) freut sich darüber, dass die inklusive Beschulung behinderter Kinder an Kasseler Schulen in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen hat. Nun gelte es, diesen Veränderungsprozess konsequent weiterzuführen und im Sinne einer bestmöglichen Unterstützung und Inklusion der Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen zu gestalten.
„Auch wenn Hessen in Sachen schulische Inklusion aufgrund der Verzögerungspolitik der Landesregierung in den letzten Jahren im Bundesvergleich noch weit hinten liegt, zeigt die Entwicklung eindeutig, dass auch in Kassel eine inklusive Beschulung von den Eltern und Kindern verstärkt gewünscht wird, so dass die Zahl der SchülerInnen in Förderschulen kontinuierlich abnimmt. Deshalb gilt es nun, die Inklusion im Rahmen einer gezielten Schulentwicklungsplanung konsequent weiter voran zu treiben und mit den nötigen Ressourcen abzusichern. Dabei muss die benötigte Unterstützung und Förderung den behinderten Kindern dorthin folgen, wo diese beschult werden, so dass es echte Wahlmöglichkeiten gibt“, erklärte Ottmar Miles-Paul vom Vorstand des Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab). Die Idee der Leiterin des Kasseler Schulverwaltungsamtes Gabriele Steinbach für die Schaffung einer Modellregion inklusive Beschulung wird vom fab ausdrücklich begrüßt. Die in Kassel erscheinende Hessisch Niedersächsische Allgemeine (HNA) hatte berichtet, dass die Zahl der Förderschüler in den letzten zehn Jahren in Kassel um ein Viertel zurück gegangen sei. Seit dem Schuljahr 2003/2004 ist die Zahl der Förderschüler in Kassel um 450 von 1.670 auf 1.211 gesunken.
Ottmar Miles-Paul bedankt sich im Namen des fab ausdrücklich bei all denjenigen Eltern, Kindern, Jugendlichen sowie Lehrerinnen und Lehrern, die die schulische Integration und Inklusion schon seit vielen Jahren trotz vielfältiger Widrigkeiten unterstützen. „Damit zeigen sie, dass es geht, dass behinderte mit nichtbehinderten Menschen zusammen leben, lernen und arbeiten können. Zur Inklusion gibt es keine Alternative, wenn wir nicht wollen, dass Menschen in unserer Gesellschaft aufgrund von architektonischen oder einstellungsbedingten Barrieren in Sonderwelten leben, lernen und arbeiten müssen“, erklärte Ottmar Miles-Paul.




