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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Ins Berliner Kleisthaus kommt wohl Verena Bentele als neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. "Ich wurde gefragt und ich habe ja gesagt", erklärte die von Geburt an blinde Bentele: "Das Kabinett muss allerdings noch beraten, bevor die offizielle Ernennung erfolgen kann."
Auf die Aufgabe, die sie als „interessantes und herausforderndes Langstreckenrennen“ bezeichnete, „freue ich mich sehr“, zitierte die „Welt“ Bentele: „Natürlich brauchte ich etwas Bedenkzeit, es ist schließlich ein anderer Arbeitsbereich. Aber es ist eine superspannende Aufgabe, die ich mit großer Freude angehen werde.“
Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), bezeichnete die Personalie als „wunderbare Nachricht für Menschen mit Behinderung in Deutschland und den Deutschen Behindertensport“. Die ehemalige Langläuferin und Biathletin habe „bei vielen Gelegenheiten bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wozu Menschen mit Behinderung in der Lage sind“.
2011 hatte sie ein Magisterstudium der Neueren Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaften und Pädagogik an der Uni in München mit der Note sehr gut abgeschlossen. Sie ist Sportbotschafterin des internationalen paralympischen Komitees IPC. 2010 erhielt sie den Bambi in der Kategorie Sport. Zudem gehörte Bentele zum Wahl-Präsentationsteam bei der Olympia-Bewerbung Münchens für 2018. Zudem war sie als Expertin der ARD für die Paralympics im März in Sotschi vorgesehen.
Zu ihren Schwerpunkten in der Arbeit als Behindertenbeauftragte will sich Bentele „erst beim Amtsantritt äußern“. Ihren Lebensmittelpunkt wird sie wohl in München behalten, „aber ich werde sehr oft in Berlin sein“.




