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DüSSELDORF (KOBINET)
DüSSELDORF (KOBINET) In 194 Fällen wurde der ehemalige Chef der Lebenshilfe in Düsseldorf vom Amtsgericht für schuldig befunden, unter anderem für großzügige Essenseinladungen an seine Mitarbeiter das Geld der Lebenshilfe im Wert von rund 170.000 Euro verprasst zu haben. Dafür erhielt er eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.
Der mittlerweile 62-Jährige ehemalige Geschäftsfüher hatte sich einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) zufolge beliebt gemacht, indem er Mitarbeiter und Kollegen zum Italiener einlud, Gutscheine für Sushi-Restaurants verteilte. Dass er das nicht von seinem rund 10.000 Euro hohen Gehalt zahlte, sondern das Geld aus der Vereinskasse nahm, wusste damals niemand. Anderes soll er gänzlich privat genutzt haben. Zum Teil hatte er die Ausgaben mit falschen Buchungen verdeckt, unter anderem als Investitionen in eine Finca auf Mallorca, die als Urlaubsdomizil für Behinderte dienen sollte, heißt es in der WAZ.
Dies waren dem Bericht zufolge die strafrechtlich verwertbaren Fälle. Zivilrechtlich fordert der Verein fast 600.000 Euro von ihrem ehemaligen Geschäftsführer. Derzeit kann der 62-Jährige aber nichts zahlen: Er hat Privatinsolvenz angemeldet.




