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MAINZ (KOBINET)
MAINZ (KOBINET) Der fünfte Bericht zur Lage von behinderten Menschen und zur Umsetzung des Landesgesetzes zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz wurde gestern in Mainz veröffentlicht und steht zum barrierefreien Download bereit. Der Bericht informiert über die jüngsten Entwicklungen der Teilhabepolitik in Rheinland-Pfalz im Zeitraum von 2011 bis 2013.
Der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer sagte, der Landesbericht zur Lage von Menschen mit Behinderungen zeige, dass Rheinland-Pfalz auf einem guten Weg hin zu einem inklusiven Land sei. „In dem alle zwei Jahre vorgelegten Bericht werden die wesentlichen Entwicklungen in den Bereichen Arbeit, Bildung, Wohnen, gesellschaftliche Teilhabe und Barrierefreiheit vorgestellt. Auch wird ein Überblick über weitere Ziele der Inklusionspolitik gegeben. Besonders wichtig dabei ist der Landesregierung die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen als Expertinnen und Experten für eine nachhaltige Teilhabepolitik“, erklärte Alexander Schweitzer.
Der aktuelle Bericht verdeutliche beispielsweise die Vorreiterrolle von Rheinland-Pfalz in der Anwendung persönlicher Budgets, so der Minister. „Mit über 5.000 persönlichen Budgets als Alternative zum Wohnheim für Menschen mit Behinderungen nimmt Rheinland-Pfalz bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Auch im Landesdienst kann seit Jahren auf eine Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen von über fünf Prozent verwiesen werden, so dass das Land schon seit Jahren keine Ausgleichsabgabe mehr zahlen muss.“
Der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Matthias Rösch, resümierte, dass für die Teilhabe am Arbeitsleben weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, damit private und öffentliche Arbeitgeber vermehrt Menschen mit Behinderungen beschäftigen. „Zwar konnte die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz seit 1999 um 22,5 Prozent langfristig gesenkt werden. Dennoch haben die beschäftigungspflichtigen Betriebe die gesetzliche Quote von fünf Prozent nicht erfüllt. Im Berichtszeitraum waren im Jahr 2011 lediglich 4,1 Prozent schwerbehinderte Menschen beschäftigt.“ Weitere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie Integrationsfachdienste, Integrationsfirmen und das Budget für Arbeit seien deshalb weiterhin notwendig, so Matthias Rösch.
Der Bericht Inklusives und barrierefreies Rheinland-Pfalz wird seit 2002 vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie regelmäßig veröffentlicht.




