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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Die Wirtschaft profitiert davon, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen - das zeigen die fünf Unternehmen, die heute in Berlin mit dem Inklusionspreis 2013 ausgezeichnet worden sind. Der vom UnternehmensForum ausgelobte Preis wurde in diesem Jahr gemeinsam mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände vergeben. Er prämiert beispielhaftes Engagement in der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Handicap. "All diese Beispiele machen deutlich: Inklusion ist nicht nur möglich. Sie ist auch höchst sinnvoll und nutzt den Beschäftigten und den Unternehmen", sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, bei der Preisverleihung im Berliner Haus der Wirtschaft. "Wer Inklusion lebt, gewinnt. Vielfältige Teams sind kreativer. Sie schaffen ein besseres Betriebsklima und sichern den Ruf des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber."
In der Kategorie „Großes Unternehmen“ wurde Volkswagen für sein vorbildliches Engagement gewürdigt. Besonders das Integrationsmanagement und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beeindruckte die Juroren, so die Pressemitteilung der Veranstalter. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Flughafen München, der mit einer Beschäftigungsquote von elf Prozent seine nachhaltigen Inklusionsaktivitäten unterstreicht. Er überzeugte in der Kategorie „Mittelgroßes Unternehmen“ vor allem durch die Ausbildung junger Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung.
In der Kategorie „Öffentliches Unternehmen“ erhielten die Berliner Stadtreinigungsbetriebe den Preis für Maßnahmen zur Weiterbeschäftigung leistungsgewandelter Mitarbeiter: Externe Aufträge wurden nach innen verlagert, um behindertenspezifische Arbeitsplätze anbieten zu können.Der Biomarkt Geist aus dem baden-württembergischen Öhringen erhielt als überzeugendster „Kleinbetrieb“ die Auszeichnung. Gleich drei junge Frauen mit Mehrfachbehinderungen bedienen hier die Kunden. Für ihr „Besonderes Engagement“ wurde zudem der RO/SE Blechverarbeitung aus dem bayerischen Bad Birnbach der Inklusionspreis verliehen. Fast 60 Prozent der Beschäftigten haben eine Behinderung – darunter auch viele leitende Kräfte.
Schirmherr des Inklusionspreises war wieder der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Hubert Hüppe lobte das Engagement der Preisträger: „Diese Unternehmen würdigen, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen alles leisten können. Sie finden Lösungen und zeigen so, wo Menschen mit Behinderungen überall tätig sein können. Es gibt keinen Grund, warum nicht noch viel mehr Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten sollten.“




