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IGEL-Podcast: Im Ernstfall mitgedacht? Menschen mit Behinderung im Katastrophenschutz

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Cover des IGEL-Podcast zur Berliner Behindertenpolitik
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Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet)

"Im Ernstfall mitgedacht? Menschen mit Behinderung im Katastrophenschutz", so lautet der Titel der 3. Folge der Serie "Berlin und seine Behindertenpolitik" mit der Landesbehindertenbeauftragten von Berlin, Christine Braunert-Rümenapf, im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). "Was passiert, wenn der Strom ausfällt – und mit ihm Aufzüge, Hilfsmittel und wichtige Informationswege? In Episode 353 des IGEL-Podcasts geht es um Katastrophenschutz, der Menschen mit Behinderungen erreicht", heißt es in der Ankündigung des Podcast. Sascha Lang und Christine Braunert-Rümenapf besprechen dabei u.a. Lehren aus dem Berliner Stromausfall Anfang 2026.

"Die geschilderten Erfahrungen zeigen, wie schnell fehlende Vorsorge zu gefährlichen Situationen führen kann. Wenn Beatmungsgeräte auf Akkus angewiesen sind oder Aufzüge stillstehen, braucht es verlässliche Hilfe. Doch wie erreicht diese Hilfe Menschen, die in ihrer eigenen Wohnung leben und Unterstützung benötigen? Und wie erfahren Betroffene, welche Anlaufstellen zugänglich sind und wo sie versorgt werden können? Braunert-Rümenapf beschreibt Lücken bei Informationen, Notunterkünften und der Berücksichtigung gemeinschaftlicher Wohnformen. Wir sprechen über barrierefreie Warnungen, Gebärdensprache, Leichte Sprache und das Zwei-Sinne-Prinzip. Auch die Zugänglichkeit der Berliner Katastrophenschutzleuchttürme und Informationspunkte steht zur Diskussion. Ein weiteres Thema ist ein Notfallverzeichnis – mit Fragen zu Freiwilligkeit, Datenschutz und praktischer Hilfe. Deutlich wird außerdem, wie sehr finanzielle Mittel und soziale Kontakte die persönliche Vorsorge beeinflussen. Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliches Engagement und Hilfsdienste haben während des Stromausfalls viel aufgefangen. Die Verantwortung für verlässliche Schutzstrukturen bleibt jedoch bei Politik und Verwaltung. Beim Hitzeschutz zeigen sich ähnliche Aufgaben: zugängliche kühle Orte, verständliche Informationen und konkrete Maßnahmen. Auch Familien mit Kindern mit Behinderungen brauchen Unterstützung, wenn Betreuung und gewohnte Tagesstrukturen ausfallen. Ein kurzer Rückblick auf die Berliner Wahl ergänzt das Gespräch um die Frage nach barrierefreier politischer Teilhabe. Die zentrale Forderung: Menschen mit Behinderungen müssen Notfallpläne als Fachleute in eigener Sache mitgestalten. Eine Folge über Schutz, Selbstbestimmung und die Verantwortung, Inklusion in jedem politischen Handlungsfeld mitzudenken", heißt es weiter in der Ankündigung des Podcast.

Link zur aktuellen Episode des IGEL-Podcast

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