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Schutzimpfungen gegen Atemwegserkrankungen

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet)

"Gerade in der kalten Jahreszeit treten Atemwegsinfektionen besonders häufig auf. Grippe- und Coronaviren, RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) und Pneumokokken-Bakterien verbreiten sich besonders leicht und schnell. Gerade für Risikogruppen, wie ältere Menschen, chronisch Kranke und Bewohnende von Senioreneinrichtungen empfiehlt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit entsprechende Schutzimpfungen. Denn gerade bei diesen Personen können schwere und teilweise lebensbedrohliche Krankheitsverläufe auftreten mit teilweise langfristigen Komplikationen. Impfungen bieten dagegen einen guten Schutz." Darauf weist Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten hin.

Bericht von Henry Spradau

Eine jährliche Grippeimpfung empfiehlt die Stiko (Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) allen Personen ab 60 Jahren, sowie jeden Alters mit bestimmten Grunderkrankungen (z.B. Asthma, Diabetes, Herzerkrankungen, Immunschwächen, neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose), Schwangeren, Bewohnenden von Pflegeeinrichtungen und medizinischem und pflegerischem Personal. Dies ist auch im Dezember und später noch sinnvoll.

Die echte Grippe ist keine einfache Erkältung, sondern eine schwere Erkrankung, die das Immunsystem stark belastet. Der Impfstoff wird jedes Jahr an die aktuell auftretenden Viren angepasst. Für die jährliche Auffrischimpfung gegen Corona empfiehlt die STIKO diese nun allen Personen ab 75 Jahren (bisher 60 Jahre); ferner anderen Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen, Bewohnenden von Pflegeeinrichtungen, Schwangeren bei einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung sowie bestimmtem medizinischen und pflegerischen Personal.

Eine RSV-Impfung wird Menschen zwischen 60 und 74 Jahren mit bestimmten schweren Grunderkrankungen sowie Bewohnenden von Seniorenrichtungen empfohlen. Diese Impfung ist in der Regel nur einmal im Leben nötig. RSV ist ein verbreiteter Erreger, der akute Atemwegserkrankungen auslösen kann.

Eine Pneumokokken-Impfung empfiehlt die STIKO allen Kindern bis 2 Jahre und Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe oder beruflichem Risiko.

Pneumokokken sind Bakterien und die häufigsten Verursacher von Lungenentzündungen, Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen. Der Impfstoff erhält den Schutz über viele Jahre oder muss gar nicht wiederholt werden.

Alle Impfungen sollten möglichst zu Beginn der Saison durchgeführt werden. Sie können aber auch noch nachgeholt werden, zumal zwischen Herbst und Frühjahr viele ansteckende Atemwegserkrankungen häufiger auftreten. Denn in geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen ist die Luft trockener. Erreger verbreiten sich viel leichter.

Für ergänzende Beratungen stehen entweder die hausärztliche Praxis oder die Apotheke zur Verfügung. Impfungen können auch durch Gynäkologen, Kinderärzte, Betriebsärzte und bestimmte Apotheken durchgeführt werden.

Im Einzelfall kann auch am selben Termin gleichzeitig gegen Grippe, Corona, RSV oder Pneumokokken geimpft werden. Dies sollte mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Die Kosten für von der STIKO empfohlene Impfungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen und in der Regel auch die privaten Krankenversicherungen

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