BERLIN (kobinet)
Der Bundes-Verband Burnout und Depression heißt BBuD.
Das ist eine große Gruppe.
Viele kleine Gruppen arbeiten zusammen.
Sie haben das gleiche Ziel.
BBuD ist ein Verein.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen arbeiten zusammen.
Sie zahlen manchmal Geld für den Verein.
Der BBuD hilft Menschen.
Die Menschen haben Burnout oder Depression.
Burnout bedeutet: Ein Mensch hat zu lange zu viel gearbeitet.
Jetzt ist er völlig erschöpft.
Depression bedeutet: Ein Mensch ist sehr traurig.
Er hat keine Freude am Leben.
Viele Menschen mit Depression fühlen sich leer.
Sie haben keine Gefühle mehr.
Der BBuD will allen helfen.
Jeder Mensch ist anders.
Jeder hat andere Probleme.
Der BBuD hat ein Angebot.
Das ist etwas, das man nutzen kann.
Zum Beispiel: Ein Treffen oder ein Kurs.
Das Angebot heißt Andere Burnout Cafés.
Kurz: ABC.
ABC ist ein Treffen im Internet.
Dort können Menschen über Probleme reden.
Man kann auch anderen zuhören.
Es gibt verschiedene ABC-Gruppen.
Eine Gruppe spricht Englisch.
Das ist gut für Menschen.
Diese Menschen sprechen lieber Englisch.
Oder sie verstehen Deutsch nicht gut.
Eine andere Gruppe ist für Allein-Erziehende.
Das sind Eltern.
Sie ziehen ihr Kind allein groß.
Sie haben keinen Partner.
In der Gruppe dürfen Kinder dabei sein.
Man muss nicht reden.
Man kann auch nur zuhören.
Es gibt Gruppen nur für Frauen.
Und Gruppen nur für Männer.
In den Gruppen redet man über Probleme.
Man redet auch über Rollen-Bilder.
Rollen-Bilder zeigen:
Was viele Menschen denken.
Zum Beispiel: Männer müssen stark sein.
Frauen müssen fürsorglich sein.
Eine neue Gruppe heißt Journaling-ABC.
Journaling bedeutet: Man schreibt auf.
Man schreibt über seine Gedanken.
Man schreibt über seine Gefühle.
Das hilft beim Sortieren.
Man lernt sich selbst besser kennen.
Der BBuD sagt:
Immer mehr Menschen haben Probleme.
Der Gesundheits-Atlas sagt:
2024 hatten 9,5 Millionen Menschen eine depressive Episode.
Das ist eine Zeit.
In dieser Zeit ist ein Mensch sehr traurig.
Er hat keine Freude.
3 von 100 Menschen hatten schon Burnout.
Burnout ist ein Erschöpfungs-Zustand.
Das bedeutet: Ein Mensch ist völlig müde.
Er hat keine Kraft mehr.
Bei Depression fühlt man sich oft:
- traurig
- hoffnungslos
- ohne Freude
Man hat auch körperliche Probleme.
Bei Burnout ist man sehr müde.
Man schafft die Arbeit nicht mehr.
Man hat keine Kraft für Freunde.
Man kann Hilfe bekommen.
Zum Beispiel durch eine Therapie.
Therapie bedeutet: Ein Arzt hilft.
Der Arzt redet mit dem kranken Menschen.
Man kann auch Medikamente nehmen.
Medikamente sind Tabletten.
Sie helfen dem Körper.
Der Hintergrund sagt:
Andere Hilfe ist auch möglich.
- Entspannungs-Übungen
- Licht-Therapie
- Selbst-Hilfe-Gruppen
Eine Selbst-Hilfe-Gruppe ist ein Treffen.
Menschen mit gleichen Problemen helfen sich.
Die ABC-Gruppen gibt es seit 2013.
Betroffene haben sie gemacht.
Betroffene sind Menschen mit Problemen.
Zum Beispiel: Menschen mit Burnout oder Depression.
Die Gruppen sind wichtig für den BBuD.
Man kann dort reden.
Man bekommt Tipps.
Man kann auch einfach zuhören.
Man fühlt sich nicht allein.
Das hilft vielen Menschen.
Foto: Susanne Göbel
BERLIN (kobinet)
Der Bundesverband Burnout und Depression e. V. (BBuD) baut seine digitalen Selbsthilfeangebote aus und setzt dabei auf eine Kombination aus offenen und zielgruppenspezifischen Formaten. Ziel ist es, Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen, Belastungen und Bedürfnissen passgenaue Unterstützungsangebote bereitzustellen und die niedrigschwellige Versorgung zu stärken. Anlass ist die Beobachtung, dass psychische Belastungen individuell erlebt werden und der Zugang zu Hilfe erleichtert wird, wenn die konkrete Lebensrealität der Betroffenen berücksichtigt wird.
Die Online-Angebote der "Anderen Burnout Cafés" (ABC) richten sich nicht nur allgemein an Menschen mit Burnout, Depressionen oder stressbedingten Belastungen, sondern bieten auch geschützte Räume für spezifische Zielgruppen. So gibt es ein englischsprachiges ABC für Menschen, die sich lieber auf Englisch austauschen oder sprachliche Hürden im deutschsprachigen Hilfesystem erleben. Ein weiteres Angebot richtet sich speziell an Alleinerziehende: Hier sind Unterbrechungen durch Kinder ausdrücklich erlaubt, und eine stille Teilnahme ohne Kamera oder Mikrofon ist möglich, um realistische und entlastende Bedingungen zu schaffen.
Zusätzlich gibt es Formate für Frauen und Männer, die den Austausch über Belastungen und Möglichkeiten unter dem Aspekt von Rollenbildern und spezifischen Anforderungen ermöglichen. Die homogenen Gruppen werden von Beteiligten aufgrund des geringeren Erklärungsbedarfs als erleichternd und schamreduzierend erlebt.
Neu ist das Journaling-ABC, ein kreatives und reflexionsorientiertes Sonderformat. Hier steht das reflektierende Schreiben im Mittelpunkt. Journaling, Meditation und Achtsamkeitsübungen sollen helfen, Gedanken zu ordnen, die Selbstverbindung zu stärken und Stress bewusster wahrzunehmen. Das ungerichtete Schreiben wird dabei als ressourcenstärkende Methode eingesetzt.
Laut BBuD nehmen psychische Belastungen seit Jahren zu, und viele Menschen fühlen sich mit ihren individuellen Herausforderungen in klassischen Hilfesystemen nicht ausreichend gesehen. Niedrigschwellige und passgenaue Selbsthilfeangebote könnten daher eine wichtige Ergänzung sein – insbesondere dort, wo lange Wartezeiten, Scham oder fehlende Identifikation den Zugang zu Unterstützung erschweren. Durch die Vielfalt der Angebote möchte der Verband dazu beitragen, psychische Gesundheit stärker in der Gesellschaft zu verankern und mehr Menschen frühzeitig zu erreichen.
Die ABC-Gruppen des BBuD wurden 2013 von Betroffenen für Betroffene ins Leben gerufen und sind ein zentraler Bestandteil der Selbsthilfearbeit des Verbands. Die Formate verbinden Erfahrungsaustausch mit thematischen Impulsen und schaffen geschützte Räume für Reflexion, Unterstützung und persönliche Entwicklung.
Hintergrund: In Deutschland hatten 2024 rund 9,5 Millionen Menschen eine depressive Episode (Gesundheitsatlas Deutschland, AOK 2024). Depressionen gelten als schwere psychiatrische Erkrankung und äußern sich in Perspektivlosigkeit, Freudlosigkeit, Traurigkeit und körperlichen Symptomen. Drei Prozent der Bevölkerung haben zumindest einmal im Leben die Diagnose eines Burnouts erhalten. Dieses Syndrom beschreibt einen Erschöpfungszustand, der sich in verschiedenen Phasen von Überlastung bis zum mentalen Zusammenbruch äußern kann und vor allem Berufsleben und soziale Kontakte betrifft. Beide Krankheitsbilder sind der Psychotherapie und medikamentösen Behandlungsansätzen zugänglich. Ergänzend helfen niederschwellige Maßnahmen wie Entspannungstraining, Lichttherapie, Selbsthilfemaßnahmen, Sozialberatung oder Coaching.
Foto: Susanne Göbel
BERLIN (kobinet)
Der Bundesverband Burnout und Depression e. V. (BBuD) baut seine digitalen Selbsthilfeangebote aus und setzt dabei auf eine Kombination aus offenen und zielgruppenspezifischen Formaten. Ziel ist es, Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen, Belastungen und Bedürfnissen passgenaue Unterstützungsangebote bereitzustellen und die niedrigschwellige Versorgung zu stärken. Anlass ist die Beobachtung, dass psychische Belastungen individuell erlebt werden und der Zugang zu Hilfe erleichtert wird, wenn die konkrete Lebensrealität der Betroffenen berücksichtigt wird.
Die Online-Angebote der "Anderen Burnout Cafés" (ABC) richten sich nicht nur allgemein an Menschen mit Burnout, Depressionen oder stressbedingten Belastungen, sondern bieten auch geschützte Räume für spezifische Zielgruppen. So gibt es ein englischsprachiges ABC für Menschen, die sich lieber auf Englisch austauschen oder sprachliche Hürden im deutschsprachigen Hilfesystem erleben. Ein weiteres Angebot richtet sich speziell an Alleinerziehende: Hier sind Unterbrechungen durch Kinder ausdrücklich erlaubt, und eine stille Teilnahme ohne Kamera oder Mikrofon ist möglich, um realistische und entlastende Bedingungen zu schaffen.
Zusätzlich gibt es Formate für Frauen und Männer, die den Austausch über Belastungen und Möglichkeiten unter dem Aspekt von Rollenbildern und spezifischen Anforderungen ermöglichen. Die homogenen Gruppen werden von Beteiligten aufgrund des geringeren Erklärungsbedarfs als erleichternd und schamreduzierend erlebt.
Neu ist das Journaling-ABC, ein kreatives und reflexionsorientiertes Sonderformat. Hier steht das reflektierende Schreiben im Mittelpunkt. Journaling, Meditation und Achtsamkeitsübungen sollen helfen, Gedanken zu ordnen, die Selbstverbindung zu stärken und Stress bewusster wahrzunehmen. Das ungerichtete Schreiben wird dabei als ressourcenstärkende Methode eingesetzt.
Laut BBuD nehmen psychische Belastungen seit Jahren zu, und viele Menschen fühlen sich mit ihren individuellen Herausforderungen in klassischen Hilfesystemen nicht ausreichend gesehen. Niedrigschwellige und passgenaue Selbsthilfeangebote könnten daher eine wichtige Ergänzung sein – insbesondere dort, wo lange Wartezeiten, Scham oder fehlende Identifikation den Zugang zu Unterstützung erschweren. Durch die Vielfalt der Angebote möchte der Verband dazu beitragen, psychische Gesundheit stärker in der Gesellschaft zu verankern und mehr Menschen frühzeitig zu erreichen.
Die ABC-Gruppen des BBuD wurden 2013 von Betroffenen für Betroffene ins Leben gerufen und sind ein zentraler Bestandteil der Selbsthilfearbeit des Verbands. Die Formate verbinden Erfahrungsaustausch mit thematischen Impulsen und schaffen geschützte Räume für Reflexion, Unterstützung und persönliche Entwicklung.
Hintergrund: In Deutschland hatten 2024 rund 9,5 Millionen Menschen eine depressive Episode (Gesundheitsatlas Deutschland, AOK 2024). Depressionen gelten als schwere psychiatrische Erkrankung und äußern sich in Perspektivlosigkeit, Freudlosigkeit, Traurigkeit und körperlichen Symptomen. Drei Prozent der Bevölkerung haben zumindest einmal im Leben die Diagnose eines Burnouts erhalten. Dieses Syndrom beschreibt einen Erschöpfungszustand, der sich in verschiedenen Phasen von Überlastung bis zum mentalen Zusammenbruch äußern kann und vor allem Berufsleben und soziale Kontakte betrifft. Beide Krankheitsbilder sind der Psychotherapie und medikamentösen Behandlungsansätzen zugänglich. Ergänzend helfen niederschwellige Maßnahmen wie Entspannungstraining, Lichttherapie, Selbsthilfemaßnahmen, Sozialberatung oder Coaching.





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