BERLIN (kobinet)
Abstimmung im Bundes-Tag
Im Bundes-Tag gab es eine Abstimmung.
Der Bundes-Tag ist eine Gruppe von Politikerinnen und Politikern.
Die Menschen in Deutschland wählen diese Politiker.
Die Politiker machen Gesetze für Deutschland.
Sie entscheiden über wichtige Dinge.
Es ging um einen Antrag.
Ein Antrag ist eine offizielle Bitte.
Der Antrag heißt: Monitoring für den NIPT.
Monitoring bedeutet: Man beobachtet etwas lange.
Man schaut, was sich verändert.
NIPT ist ein Blut-Test.
Der Test ist für schwangere Frauen.
Er tut nicht weh.
Die Bundes-Regierung soll die Ergebnisse sammeln.
Die Ergebnisse sollen bis Juni 2025 fertig sein.
Ein Gremium soll den Test prüfen.
Ein Gremium ist eine Gruppe von Menschen.
Die Gruppe bespricht wichtige Dinge.
Das Gremium besteht aus Fach-Leuten.
Fach-Leute wissen viel über ein Thema.
Die Fach-Leute kommen aus verschiedenen Bereichen.
Dazu gehört die Medizin.
Dazu gehört die Ethik.
Dazu gehört das Recht.
Ethik bedeutet: Man denkt nach, was gut und richtig ist.
Das Gremium soll Empfehlungen geben.
Empfehlungen sind Ratschläge.
Die Fach-Leute sagen, wie man etwas gut machen kann.
Die Empfehlungen sollen sicher sein.
Sie sollen gut für alle sein.
Rüdiger Schuch ist Chef von der Diakonie.
Die Diakonie ist eine große Organisation.
Sie hilft Menschen in Not.
Rüdiger Schuch sagt:
Wir müssen über den Test reden.
Der Test ist für alle schwangeren Frauen.
Das ist ein wichtiges Thema.
Der Antrag hilft dabei.
Es geht nicht nur um Zahlen.
Es geht auch um Ethik.
Ethik bedeutet: Man denkt nach, was gut ist.
Zwei Dinge sind wichtig.
Erstens: Die Eltern sollen selbst entscheiden.
Zweitens: Menschen mit Behinderung sollen wertvoll sein.
Familien sollen Hilfe bekommen.
Das gilt besonders für Familien mit behinderten Kindern.
Ihr Leben soll leichter werden.
Die Diakonie hilft schwangeren Frauen.
Sie hat über 300 Beratungs-Stellen.
Beratungs-Stellen sind Orte für Hilfe.
Dort kann man über den Test reden.
Man kann auch über andere Untersuchungen reden.
Der NIPT ist ein Blut-Test.
NIPT ist die Abkürzung für diesen Test.
Der Test zeigt, ob das Baby eine Trisomie hat.
Trisomie bedeutet: Ein Chromosom ist zu viel.
Chromosomen sind Teile in den Körper-Zellen.
Sie bestimmen, wie ein Mensch aussieht.
Normalerweise hat man zwei Chromosomen von jeder Sorte.
Bei Trisomie sind es drei.
Trisomie 13, 18 und 21 sind Krankheiten.
Seit Juli 2022 zahlt die Kranken-Kasse den Test.
Die Kranken-Kasse bezahlt Arzt-Kosten.
Jeder in Deutschland muss eine Kranken-Kasse haben.
Aber nicht alle bekommen den Test bezahlt.
2024 haben fast 50 von 100 Frauen den Test gemacht.
2023 waren es nur 32 von 100.
Junge Frauen machen den Test seltener.
Nur 25 von 100 Frauen unter 26 Jahren machen ihn.
Ältere Frauen machen den Test öfter.
75 von 100 Frauen über 40 Jahren machen ihn.
Die Diakonie sagt:
Der Test ist jetzt für fast alle schwangeren Frauen.
Foto: Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
BERLIN (kobinet)
Der Bundestag stimmte am 8. Oktober 2026 über einen fraktionsübergreifenden Antrag ab, der die Einrichtung eines umfassenden Monitorings des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) vorsieht. Die Bundesregierung soll die Ergebnisse bis spätestens Ende Juni 2027 vorlegen. Zudem soll ein interdisziplinäres Expertengremium aus Medizin, Ethik und Recht die Grundlagen der Kassenzulassung prüfen und Empfehlungen für eine rechtssichere und ethisch verantwortliche Weiterentwicklung erarbeiten.
Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, betont: "Wir brauchen dringend eine ernsthafte gesellschaftliche Debatte darüber, was es bedeutet, wenn ein Pränataltest faktisch zu einem Screeningtest für alle Schwangeren wird. Der Antrag liefert dafür die notwendige Grundlage. Doch es geht hier nicht nur um Daten. Der Beschluss schafft Raum für eine ethische Debatte. Und es ist entscheidend, was wir daraus machen. Aus der Evaluation müssen Handlungsempfehlungen folgen. Dabei kommt es auf zwei Punkte an: die Wahlfreiheit werdender Eltern schützen und die gesellschaftliche Anerkennung von Menschen mit Behinderungen. Deshalb muss es zugleich darum gehen, Familien mit Kindern mit Behinderungen konkret zu unterstützen und ihre Lebensbedingungen spürbar zu verbessern."
Die Diakonie Deutschland begleitet werdende Eltern in über 300 Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, darunter auch zur Beratung zu vorgeburtlichen Untersuchungen, auffälligen Befunden und medizinisch begründeten Spätabbrüchen.
Der NIPT ist ein Suchverfahren, das mittels einer Blutprobe der Schwangeren das Risiko für Trisomie 13, 18 und 21 früh in der Schwangerschaft bestimmen kann. Seit Juli 2022 ist der Test unter bestimmten Voraussetzungen eine Kassenleistung. Laut Daten der BARMER nahm 2024 durchschnittlich fast die Hälfte der Schwangeren den NIPT in Anspruch, 2023 waren es noch 32 Prozent. Die Inanspruchnahmeraten variieren stark nach Alter: von etwa 25 Prozent bei unter 26-Jährigen bis zu 75 Prozent bei über 40-Jährigen. Damit sei der Test faktisch zu einem Screeningtest geworden, so die Diakonie.
Foto: Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
BERLIN (kobinet)
Der Bundestag stimmte am 8. Oktober 2026 über einen fraktionsübergreifenden Antrag ab, der die Einrichtung eines umfassenden Monitorings des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) vorsieht. Die Bundesregierung soll die Ergebnisse bis spätestens Ende Juni 2027 vorlegen. Zudem soll ein interdisziplinäres Expertengremium aus Medizin, Ethik und Recht die Grundlagen der Kassenzulassung prüfen und Empfehlungen für eine rechtssichere und ethisch verantwortliche Weiterentwicklung erarbeiten.
Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, betont: "Wir brauchen dringend eine ernsthafte gesellschaftliche Debatte darüber, was es bedeutet, wenn ein Pränataltest faktisch zu einem Screeningtest für alle Schwangeren wird. Der Antrag liefert dafür die notwendige Grundlage. Doch es geht hier nicht nur um Daten. Der Beschluss schafft Raum für eine ethische Debatte. Und es ist entscheidend, was wir daraus machen. Aus der Evaluation müssen Handlungsempfehlungen folgen. Dabei kommt es auf zwei Punkte an: die Wahlfreiheit werdender Eltern schützen und die gesellschaftliche Anerkennung von Menschen mit Behinderungen. Deshalb muss es zugleich darum gehen, Familien mit Kindern mit Behinderungen konkret zu unterstützen und ihre Lebensbedingungen spürbar zu verbessern."
Die Diakonie Deutschland begleitet werdende Eltern in über 300 Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, darunter auch zur Beratung zu vorgeburtlichen Untersuchungen, auffälligen Befunden und medizinisch begründeten Spätabbrüchen.
Der NIPT ist ein Suchverfahren, das mittels einer Blutprobe der Schwangeren das Risiko für Trisomie 13, 18 und 21 früh in der Schwangerschaft bestimmen kann. Seit Juli 2022 ist der Test unter bestimmten Voraussetzungen eine Kassenleistung. Laut Daten der BARMER nahm 2024 durchschnittlich fast die Hälfte der Schwangeren den NIPT in Anspruch, 2023 waren es noch 32 Prozent. Die Inanspruchnahmeraten variieren stark nach Alter: von etwa 25 Prozent bei unter 26-Jährigen bis zu 75 Prozent bei über 40-Jährigen. Damit sei der Test faktisch zu einem Screeningtest geworden, so die Diakonie.





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