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VdK fordert Beteiligung an Pflegekommission und warnt vor Benachteiligung pflegender Angehöriger

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Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet)

Am 7. Oktober 2026 will das Bundeskabinett die Pflegekommission offiziell einsetzen. Der Sozialverband VdK kritisiert, dass die aktuellen Reformpläne die Situation von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen nicht verbessern würden. Vielmehr drohten Einschnitte, etwa beim Zugang zu Pflegegraden oder bei der Verhinderungspflege, während der Bund seinen Zuschuss zur Pflegekasse bis 2028 aussetze. Gleichzeitig steige der Druck auf Beitragszahlende und die Eigenanteile, so der Verband.

VdK-Präsidentin Verena Bentele betont: "Die derzeitigen Reformpläne werden nicht dazu führen, dass weniger Menschen einen Pflegebedarf haben. Es wird weiterhin ein riesiges Finanzloch in der Pflegekasse klaffen. Gleichzeitig drohen Pflegebedürftigen Einschnitte, etwa beim Zugang zu den Pflegegraden oder der Inanspruchnahme der Verhinderungspflege. Es wird weiterhin an ausreichender Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mangeln. Und der Druck auf Beitragszahlende und die Eigenanteile werden weiter steigen."

Der VdK fordert, dass die Pflegekommission nach Jahren kurzlebiger Reformen endlich eine tragfähige und langfristige Lösung erarbeite. Eine gute Reform müsse den Bedarf von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen im Blick haben. Während Kassen und Leistungserbringer in solchen Gremien erfahrungsgemäß gehört würden, drohten die Betroffenen selbst – insbesondere pflegende Angehörige und häuslich Versorgte – unterzugehen. Der Verband macht sich für rund sechs Millionen Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen stark und verlangt, dass diese in der Kommission vertreten und gehört werden.

Die aktuellen Reformüberlegungen führten langfristig nicht weiter, da sie die Belastungen ungleichmäßig verteilten und die nötige Unterstützung reduzierten, so Bentele. Der VdK fordert einen neuen Anlauf, um die Finanzierung der Pflege zu klären. Dazu gehöre auch die Rückzahlung der 5,2 Milliarden Euro Corona-Schulden an die soziale Pflegeversicherung. Bund und Länder müssten zudem endlich ihre Aufgabe erfüllen und die Kosten für gesamtgesellschaftliche Leistungen übernehmen. Eigenanteile müssten begrenzt werden. Darüber hinaus setzt sich der VdK für eine einheitliche Pflegeversicherung für alle Versicherten ein. Dass die Kommission einen Finanzausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung prüfen soll, sei jedoch nur ein Schritt in die richtige Richtung.

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