Berlin (kobinet)
Viele Menschen wollen besseren Schutz vor Diskriminierung.
Diskriminierung bedeutet: Eine Person wird ungerecht behandelt.
Das passiert zum Beispiel wegen ihrer Herkunft.
Oder wegen einer Behinderung.
Es gibt ein Gesetz gegen Diskriminierung.
Das Gesetz heißt: Allgemeines Gleich-behandlungs-gesetz.
Abgekürzt heißt es: AGG.
Das AGG schützt Menschen vor Ungerechtigkeit.
Alle Menschen sollen gleich behandelt werden.
Viele Menschen finden: Das AGG ist nicht gut genug.
Diese Menschen haben eine Petition gestartet.
Eine Petition ist eine Unterschriften-Sammlung.
Damit stellen Menschen eine Forderung.
Über 55.000 Menschen haben unterschrieben.
Ein Bündnis heißt: AGG-Reform-Jetzt!
Ein Bündnis ist eine Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel.
Vertreter dieses Bündnisses haben die Petition übergeben.
Sie haben die Unterschriften an Bundes-Tags-Mitglieder gebracht.
Der Bundes-Tag ist das Parlament in Deutschland.
Die Menschen in Deutschland wählen die Mitglieder.
Ein Bericht zeigt: Es gibt viele Diskriminierungs-Fälle.
Im Jahr 2025 wurden über 4.000 neue Fälle gezählt.
Das sind mehr Fälle als im Jahr 2023.
Fast jeder 3. Fall betraf eine staatliche Stelle.
Staatliche Stellen sind zum Beispiel Schulen, Polizei oder Ämter.
Das AGG schützt bisher nicht vor Diskriminierung durch staatliche Stellen.
Die Unter-zeichner fordern Verbesserungen beim AGG.
Unter-zeichner sind Menschen, die etwas unterschrieben haben.
Sie zeigen damit: Ich bin dafür.
Das AGG gibt es seit 20 Jahren.
Viele Menschen sprechen jetzt über eine Verbesserung.
Das Bündnis sagt Danke.
Es dankt allen Menschen, die unterschrieben haben.
Foto: Natalie Rosencke
Berlin (kobinet)
Vertreter*innen des Bündnis AGG Reform Jetzt!, das für eine wirksame Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eintritt, haben am heutigen 5. Oktober 2026 vor der Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur AGG Reform die gesammenten Unterschriften an Abgeordnete des Deutschen Bundestages übergeben. Insgesamt haben bisher über 55.000 Unterstützer*innen die Petition mit dem Titel "Echter Schutz vor Diskriminierung - für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz" übergeben. Natalie Rosenke von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung hat den kobinet-nachrichten kurz nach der Übergabe der Petition zugesandt.
In der Presseinformation des Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) heißt zur Petitionsübergabe u.a.: "Direkt vor dem Sitzungssaal und unmittelbar vor Beginn der öffentlichen Anhörung zur Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) hat das Bündnis AGG Reform-Jetzt! heute die Petition 'Echter Schutz vor Diskriminierung – für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz' mit 55.000 Unterschriften übergeben. Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) ist Teil des Bündnisses und hat die Petition gemeinsam mit Campact auf den Weg gebracht. Entgegengenommen wurde die Petition von den Bundestagsabgeordneten Maik Brückner (Die Linke), Awet Tesfaiesus (Bündnis 90/Die Grünen) und Helge Lindh (SPD). Anschließend verfolgten Vertreter*innen des Bündnisses die Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz."
Wie groß der Bedarf an wirksamem Rechtsschutz ist, zeigt das Zivilgesellschaftliche Lagebild Antidiskriminierung 2025 des advd: Die teilnehmenden Beratungsstellen dokumentierten 4.106 neue Diskriminierungsfälle. Pro Beratungsstelle stieg die Zahl der neuen Fälle gegenüber 2023 um 35,9 Prozent. Knapp ein Drittel der Fälle (32,6 Prozent) betraf Bildungseinrichtungen, Polizei, Justiz oder Ämter, also Bereiche, die das AGG bislang nicht abdeckt.
Die Unterzeichner*innen der Petition fordern deshalb unter anderem:
• einen umfassenden Schutz vor Diskriminierung auch durch staatliche Stellen,
• deutlich längere Fristen zur Geltendmachung von Ansprüchen,
• wirksame Möglichkeiten der Verbandsklage und Prozessstandschaft,
• eine unabhängige und mit stärkeren Befugnissen ausgestattete Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
20 Jahre nach Inkrafttreten des AGG steht seine Weiterentwicklung auf der politischen Tagesordnung. Mit der Übergabe hat das Bündnis die Forderungen der Zivilgesellschaft unmittelbar an den Ort gebracht, an dem über die Reform beraten wird. Das Bündnis dankt allen, die die Petition unterschrieben und weitergetragen haben, sowie allen Organisationen, die sie unterstützt haben, heißt es vonseiten des advd.
Foto: Natalie Rosencke
Berlin (kobinet)
Vertreter*innen des Bündnis AGG Reform Jetzt!, das für eine wirksame Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eintritt, haben am heutigen 5. Oktober 2026 vor der Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur AGG Reform die gesammenten Unterschriften an Abgeordnete des Deutschen Bundestages übergeben. Insgesamt haben bisher über 55.000 Unterstützer*innen die Petition mit dem Titel "Echter Schutz vor Diskriminierung - für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz" übergeben. Natalie Rosenke von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung hat den kobinet-nachrichten kurz nach der Übergabe der Petition zugesandt.
In der Presseinformation des Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) heißt zur Petitionsübergabe u.a.: "Direkt vor dem Sitzungssaal und unmittelbar vor Beginn der öffentlichen Anhörung zur Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) hat das Bündnis AGG Reform-Jetzt! heute die Petition 'Echter Schutz vor Diskriminierung – für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz' mit 55.000 Unterschriften übergeben. Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) ist Teil des Bündnisses und hat die Petition gemeinsam mit Campact auf den Weg gebracht. Entgegengenommen wurde die Petition von den Bundestagsabgeordneten Maik Brückner (Die Linke), Awet Tesfaiesus (Bündnis 90/Die Grünen) und Helge Lindh (SPD). Anschließend verfolgten Vertreter*innen des Bündnisses die Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz."
Wie groß der Bedarf an wirksamem Rechtsschutz ist, zeigt das Zivilgesellschaftliche Lagebild Antidiskriminierung 2025 des advd: Die teilnehmenden Beratungsstellen dokumentierten 4.106 neue Diskriminierungsfälle. Pro Beratungsstelle stieg die Zahl der neuen Fälle gegenüber 2023 um 35,9 Prozent. Knapp ein Drittel der Fälle (32,6 Prozent) betraf Bildungseinrichtungen, Polizei, Justiz oder Ämter, also Bereiche, die das AGG bislang nicht abdeckt.
Die Unterzeichner*innen der Petition fordern deshalb unter anderem:
• einen umfassenden Schutz vor Diskriminierung auch durch staatliche Stellen,
• deutlich längere Fristen zur Geltendmachung von Ansprüchen,
• wirksame Möglichkeiten der Verbandsklage und Prozessstandschaft,
• eine unabhängige und mit stärkeren Befugnissen ausgestattete Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
20 Jahre nach Inkrafttreten des AGG steht seine Weiterentwicklung auf der politischen Tagesordnung. Mit der Übergabe hat das Bündnis die Forderungen der Zivilgesellschaft unmittelbar an den Ort gebracht, an dem über die Reform beraten wird. Das Bündnis dankt allen, die die Petition unterschrieben und weitergetragen haben, sowie allen Organisationen, die sie unterstützt haben, heißt es vonseiten des advd.





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