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Fladungen (kobinet)
"Das gewisse Etwas" ist die deutsche Neuverfilmung des französischen Kinoerfolgs "Was ist schon normal?". Zwei Männer geraten auf der Flucht in eine betreute Reisegruppe von Menschen mit Behinderung und geben sich als Teilnehmer und Betreuer aus. Daraus entsteht eine Komödie.
Eine Komödie darf überzeichnen, typisieren und mit Klischees arbeiten. Sie darf albern, sentimental oder vollkommen überdreht sein. Von einer Komödie erwarte ich keinen gesellschaftspolitischen Bildungsauftrag. Nur wird "Das gewisse Etwas" genau mit einem solchen Anspruch aufgeladen.
Die Komödie als Aufklärungsprojekt
Bei einer Sondervorführung im Bayerischen Landtag wurde "Das gewisse Etwas" als "inklusiver Film" vorgestellt. Landtagspräsidentin Ilse Aigner lobte den "Mut, mehr Inklusion in der Filmbranche zu wagen". Der Film hinterfrage gewohnte Denkmuster, reflektiere Vorurteile und lasse neue Perspektiven zu.
Nach Wunsch der Crew soll er "Vorurteile abbauen" und darüber aufklären, "was Menschen mit Beeinträchtigung leisten können". Regisseur Marc Rothemund verbindet den Film mit Einsichten, Erkenntnissen und mehr Unvoreingenommenheit. Er hofft auf "offene Herzen und Ohren".
Damit wird aus einer Komödie ein pädagogisches Projekt. Das Publikum soll etwas lernen. Und Gegenstand dieser Lektion sind Menschen mit Behinderung. Spätestens dann darf man fragen, welches Bild hier eigentlich vermittelt und welches angeblich korrigiert werden soll.
Sie können also doch
Cast Director Sven Harjes sagt über Menschen mit Beeinträchtigung einen bemerkenswerten Satz.
"Sie wollen nicht nur, sie können auch."
Der Satz ist positiv gemeint. Er soll ein falsches Bild korrigieren. Gerade deshalb verrät er einiges über dieses Bild. Denn wer ausdrücklich klarstellen muss, dass "sie" nicht nur wollen, sondern auch können, setzt eine unausgesprochene Frage voraus. Sie wollen vielleicht. Aber können sie auch?
Nun wissen wir es. Ja, sie können.
Dazu passt die Aussage, der Film solle darüber aufklären, "was Menschen mit Beeinträchtigung leisten können". Und Harjes erklärt außerdem, man müsse "sie nicht mit Samthandschuhen anfassen".
Da wird offenbar einiges aufgeklärt. Menschen mit Behinderung können etwas leisten. Sie sind gar nicht so empfindlich. Man muss sie gar nicht besonders schonen.
Die Klischees selbst müssen nicht einmal ausgesprochen werden. Wir bekommen gleich ihre positive Umkehr präsentiert. Und genau darin werden sie sichtbar.
Die bemerkenswerte Erkenntnis ist nicht, dass Menschen mit Behinderung etwas können. Bemerkenswert ist die Grundannahme, dass sie es möglicherweise nicht können.
Einen Film machen Filmschaffende
Dabei könnte die Sache so einfach sein. Einen Film machen Regisseure, Produzenten, Drehbuchautoren, Kameraleute, Techniker, Ausstatter, Cutter und Schauspieler. Einige dieser Menschen haben eine Behinderung. Punkt.
Nur scheint dieser Punkt bei den behinderten Schauspielern nicht zu genügen.
Der Bericht des Bayerischen Landtags bezeichnet Timon Heinzl ausdrücklich als Schauspieler und Natalie Kim Lehmann als Schauspielerin. An anderer Stelle ist von professionellen Schauspielern und Schauspielerinnen mit Behinderung die Rede. Jan Bobke etwa hat die Schauspielschule Kassel besucht.
Sobald jedoch über die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Beteiligung gesprochen wird, verschiebt sich die Wahrnehmung. Dann sind es wieder "Menschen mit Behinderung", die einbezogen werden, "Menschen mit Beeinträchtigung", über deren Leistungsfähigkeit aufgeklärt werden soll, und "sie", von denen wir erfahren, dass sie nicht nur wollen, sondern auch können.
Ihre berufliche Identität tritt hinter ihrer Behinderung zurück.
Bei ihren nichtbehinderten Kollegen passiert das nicht. Marc Rothemund darf Regisseur sein. Oliver Berben darf Produzent sein. Max von der Groeben darf Schauspieler sein. Niemand macht aus seiner schauspielerischen Leistung einen Beweis dafür, was Menschen ohne Behinderung leisten können.
Bei den behinderten Schauspielern wird aus individueller beruflicher Leistung dagegen eine gesellschaftliche Botschaft über eine Gruppe.
Das ist keine Gleichbehandlung. Es ist eine Besonderung.
Die einen ermöglichen, die anderen dürfen
Auch Ilse Aigners Würdigung ist deshalb aufschlussreich. Laut dem Bericht sei es gelungen, "Menschen mit Behinderung authentisch einzubeziehen", ihnen Raum für eigene Geschichten und die Möglichkeit zu geben, ihr Talent vor der Kamera zu zeigen.
Wer ermöglicht hier eigentlich wem was?
Die Produktion wollte einen Film mit diesen Schauspielern machen. Dann gehören die Castingwege und Arbeitsbedingungen, die diesen Schauspielern die Arbeit ermöglichen, zur Herstellung genau dieses Films. Dass das schwieriger war, weil die Filmbranche dafür keine selbstverständlichen Strukturen bietet, ist durchaus erwähnenswert. Aber dann verdient der strukturelle Mangel Aufmerksamkeit und Kritik, nicht die Produktion einen Inklusionsorden dafür, dass sie ihn für ihr eigenes Vorhaben überwunden hat.
Trotzdem erscheinen die professionellen Schauspieler in dieser Erzählung als Menschen, denen erst Raum und Möglichkeiten eröffnet werden. Die einen geben Raum, die anderen bekommen ihn. Die einen ermöglichen, die anderen dürfen zeigen, was sie können.
Und anschließend herrscht helle Aufregung darüber, welche Leistung diese Menschen erbracht haben. Dabei haben Schauspieler in einem Film gespielt.
Dass dieser vollkommen gewöhnliche Vorgang als bemerkenswerte Inklusionsleistung erscheint, sagt weniger über die Schauspieler als über das Normalitätsverständnis derjenigen aus, die ihn für bemerkenswert halten.
Möglicherweise ist der Film selbst an dieser Stelle weiter als die Kommunikation, die ihn zum Inklusionsprojekt erklärt. Vielleicht zeigt er tatsächlich einzelne Figuren, während das Reden über ihn aus ihnen wieder "Menschen mit Behinderung" macht, an denen das Publikum etwas lernen soll.
Eine besondere Gruppe mit pädagogischer Funktion
Genau darin liegt für mich inzwischen der Kern der ganzen Begleitkommunikation.
Die behinderten Schauspieler erscheinen nicht einfach als Personen und auch nicht einfach als Schauspieler. Sobald es um die gesellschaftliche Bedeutung des Films geht, werden sie wieder zu einer besonderen Gruppe, der geradezu eine pädagogische Funktion zugewiesen wird.
An ihnen soll das Publikum etwas lernen. Was Menschen mit Beeinträchtigung leisten können. Dass man sie nicht mit Samthandschuhen anfassen muss. Dass sie nicht nur wollen, sondern auch können.
Und Marc Rothemund sagt über die Schauspieler mit Beeinträchtigung, sie könnten zeigen, "dass man mit ihnen genauso lachen kann wie mit anderen oder über andere".
Auch das soll offenbar eine Erkenntnis sein. Man kann mit ihnen lachen. Ernsthaft?
Welche Vorstellung von Menschen mit Behinderung muss eigentlich vorausgesetzt werden, damit das eine Nachricht ist?
Vielleicht liegt der pädagogische Förderbedarf auf der falschen Seite. Denn nicht die Schauspieler müssen lernen, dass sie etwas können. Aufklärungsbedarf hat offenbar eine Gesellschaft, für die ihr Können, ihre Belastbarkeit und sogar die Möglichkeit, mit ihnen zu lachen, noch immer eigens festgestellt werden müssen.
Klischees gegen Klischees
Damit entsteht ein Widerspruch, der für mich schwer aufzulösen ist.
Eine Komödie darf Klischees benutzen. Das gehört zu ihren Mitteln. Auch die Konstruktion einer betreuten Gruppe von Menschen mit Behinderung, in deren besondere Welt Außenstehende geraten, kann man als Komödienmechanismus verwenden. Das Muster kennen wir nicht zuletzt aus "Die Goldfische".
Aber dann sollte man vorsichtig damit sein, ausgerechnet dieser Komödie gleichzeitig einen pädagogischen Auftrag zur Überwindung gesellschaftlicher Klischees zuzuschreiben.
Denn selbst die Kommunikation über diese Aufklärung reproduziert bereits die Trennung. Da sind "sie". Über "sie" muss aufgeklärt werden. Mit "ihnen" kann man lachen. "Sie" können etwas leisten. Man muss "sie" nicht mit Samthandschuhen anfassen.
Das negative Kollektivbild wird dabei nicht durch Individualität ersetzt. Es wird durch ein positives Kollektivbild ersetzt.
Aus "die können nicht" wird "die können doch".
Das "die" bleibt.
Was soll eigentlich authentisch sein?
Auch das immer wieder verwendete Wort "authentisch" verdient einen zweiten Blick. Dabei muss man zwei Dinge auseinanderhalten.
Eine Rolle kann körperliche Voraussetzungen haben. Wenn eine Figur eine bestimmte sichtbare Körperlichkeit oder Behinderung hat, kann genau das zur Eignung für diese Rolle gehören. Das ist zunächst eine Frage der Besetzung.
Etwas anderes ist die schauspielerische Darstellung der Figur.
Eine dicke Schauspielerin kann aufgrund ihrer Körperlichkeit für die Rolle einer dicken Mutter geeignet sein. Ob sie eine Mutter glaubwürdig und authentisch darstellt, entscheidet sich aber nicht daran, ob sie selbst Mutter ist. Das ist Schauspiel. Ein Schauspieler muss kein Polizist sein, um einen Polizisten überzeugend zu spielen, und selbstverständlich kein Mörder, um einen Mörder zu verkörpern.
Körperliche Passung und schauspielerische Authentizität sind also nicht dasselbe.
Davon zu unterscheiden ist die Frage des Zugangs zum Beruf. Dass behinderte Schauspieler überhaupt angemessen berücksichtigt werden, ist eine Frage der Teilhabe, macht ihre Darstellung aber nicht automatisch authentischer.
Das gilt auch für Behinderung. Eine bestimmte Behinderung kann zur körperlichen Eignung für eine bestimmte Rolle gehören. Aber die Tatsache, dass ein Schauspieler diese Behinderung tatsächlich hat, macht seine Darstellung noch nicht authentisch. Er muss die Figur spielen.
Deshalb ist das Lob einer "authentischen" Besetzung zumindest erklärungsbedürftig. Was genau soll hier authentisch sein? Dass die Schauspieler bestimmte körperliche Merkmale tatsächlich haben? Oder dass sie ihre Figuren überzeugend darstellen?
Die interessantere Frage liegt ohnehin eine Ebene darüber.
Fiktion ist immer auch ein Spiegel gesellschaftlicher Realität. Nicht im Sinne einer exakten Kopie, aber in den Menschen, Berufen, Beziehungen und Lebensformen, die in ihren erzählten Welten selbstverständlich vorkommen.
Wenn Menschen mit Behinderung in einer Gesellschaft tatsächlich selbstverständlich inkludiert wären, müssten sie deshalb auch in ihren Fiktionen viel selbstverständlicher auftauchen. Nicht nur dann, wenn Behinderung gebraucht wird. Nicht nur in der Wohngruppe, der betreuten Reise, der Inklusionsgeschichte oder der Komödie, in der die Begegnung zwischen Behinderten und Nichtbehinderten zum Ereignis wird.
Sondern als Ärztin, Nachbar, Anwältin, Vater, Lehrer, Polizistin, Betrüger, Geliebte, Unsympath oder vollkommen bedeutungslose Nebenfigur. Dann wäre die Behinderung möglicherweise sichtbar, ohne dass der Film deshalb von Behinderung handelt.
Vielleicht liegt genau dort die eigentlich interessante Frage nach Authentizität.
Nicht darin, ob ein Film über Menschen mit Behinderung "authentisch" mit behinderten Schauspielern besetzt wurde. Sondern darin, ob die fiktionale Welt eine gesellschaftliche Wirklichkeit zeigt, in der Menschen mit Behinderung selbstverständlich vorkommen.
Wenn sie in Filmen dagegen überwiegend dann sichtbar werden, wenn Behinderung selbst das Thema ist, bildet Fiktion gerade ihre gesellschaftliche Sonderstellung ab.
Und dann ist es vergleichsweise einfach, behinderte Schauspieler für Rollen zu besetzen, bei denen die Behinderung bereits Teil des Rollenprofils ist.
Die schwierigere Frage lautet, wo diese Schauspieler sind, wenn ein Drehbuch keinen Behinderten verlangt.
Denn auch hier droht eine neue Reduktion. Nichtbehinderte Schauspieler werden selbstverständlich ebenfalls nach bestimmten Merkmalen besetzt. Aber sie sind nicht darauf verwiesen, Figuren zu spielen, deren wesentliches Merkmal ihre Nichtbehinderung ist. Behinderte Schauspieler bekommen dagegen ausgerechnet dort ihre sichtbarsten Chancen, wo eine Figur mit Behinderung gebraucht wird, und werden anschließend für die "authentische" Besetzung gefeiert.
Das wäre eine ziemlich kleine Vorstellung von Inklusion.
Inklusion im Film wäre nicht erreicht, wenn Menschen mit Behinderung endlich Menschen mit Behinderung spielen dürfen. Sie wäre sehr viel weiter, wenn behinderte Schauspieler selbstverständlich Figuren spielen.
Als Person in ihrer Rolle
Und genau deshalb verdient ein Satz von Natalie Kim Lehmann wesentlich mehr Aufmerksamkeit, als er in diesem ganzen Inklusionsjubel bekommt.
Sie möchte von den Zuschauern "als Person in ihrer Rolle" gesehen werden.
Als Person. In ihrer Rolle.
Eigentlich müsste man an dieser Stelle stehen bleiben.
Denn sie formuliert damit selbst einen Gegenentwurf zu großen Teilen der Kommunikation, die um sie herum stattfindet.
Sie möchte als Person in dieser Rolle gesehen werden. Doch weiter geht es mit "Menschen mit Behinderung", die einbezogen wurden, mit "Menschen mit Beeinträchtigung", deren Leistungsfähigkeit demonstriert werden soll, und mit einem kollektiven "sie", über das die übrige Gesellschaft etwas lernen darf.
Ihr Wunsch wird gehört und gleichzeitig übergangen. Sie sagt im Grunde, dass sie als Individuum und in ihrer professionellen Rolle wahrgenommen werden möchte. Das Drumherum macht aus ihr wieder eine Angehörige einer besonderen Gruppe.
Die Heldenerzählung vom Normalen
Genau aus diesem niedrigen Erwartungsniveau entsteht schließlich die Bewunderung.
Menschen mit Behinderung müssen gar nichts Außergewöhnliches tun. Es genügt, dass etwas vollkommen Gewöhnliches nicht von ihnen erwartet wurde.
Schauspieler schauspielern. Sie machen ihren Beruf. Und daraus wird eine gesellschaftliche Erkenntnis.
Schaut einmal, was sie können.
Das berührt genau jenen Mechanismus, der unter dem Begriff "Inspiration Porn" kritisiert wird. Nicht die behinderten Schauspieler erklären sich selbst zu Helden. Ihre Normalität wird von außen zur außergewöhnlichen Leistung aufgeladen, an der andere staunen und etwas lernen können.
Die Bewunderung klingt positiv. Aber sie braucht das Defizitbild als Voraussetzung. Denn je erstaunlicher das gewöhnliche Können erscheint, desto niedriger war offenbar die Erwartung.
Wo bleibt die Selbstreflexion?
Und genau die vermisse ich in der ganzen Veranstaltung.
Der Blick richtet sich ununterbrochen auf Menschen mit Behinderung. Was können sie? Wie muss man mit ihnen umgehen? Kann man mit ihnen lachen? Wie kann man ihnen Raum geben? Was können andere durch die Begegnung mit ihnen lernen? Welche Vorurteile über sie müssen überwunden werden?
Warum richtet sich der Blick nicht einmal in die andere Richtung?
Warum wird das Können professioneller Schauspieler mit Behinderung nicht selbstverständlich vorausgesetzt? Warum ist ihre Beschäftigung eine besondere Inklusionsleistung? Warum ist ihre Anwesenheit in einer Filmproduktion überhaupt eine Nachricht? Warum tauchen behinderte Schauspieler besonders dann auf, wenn Behinderung selbst zum Thema gemacht wird?
Und warum wird ausgerechnet eine Filmbranche, in der behinderte Schauspieler keineswegs selbstverständlich vorkommen, zur Instanz, die dem Publikum erklärt, was Menschen mit Behinderung alles können?
Das wäre die interessantere Aufklärung. Nicht festzustellen, dass "sie" gar nicht so sind, wie man dachte. Sondern sich zu fragen, warum man so über "sie" gedacht hat.
Wir müssen niemandes Herz öffnen
Menschen mit Behinderung brauchen kein positives Kollektivbild als Ersatz für ein negatives.
Wir müssen nicht sympathisch sein. Nicht inspirierend. Nicht besonders leistungsfähig. Nicht lustig. Wir müssen niemandem zeigen, dass man mit uns lachen kann. Wir müssen niemandes Horizont erweitern. Wir müssen niemandes Herz öffnen. Wir müssen nicht einmal gemocht werden.
Und behinderte Schauspieler müssen durch ihre Arbeit nicht stellvertretend beweisen, was Menschen mit Behinderung leisten können.
Sie sind Schauspieler.
Vielleicht ist "Das gewisse Etwas" eine hervorragende Komödie. Vielleicht ist es eine schlechte. Ich habe den Film nicht gesehen. Das hier ist deshalb keine Kritik des Films, sondern eine Kritik an dem gesellschaftlichen Bild, das in seiner Begleitkommunikation sichtbar wird.
Und dieses Bild ist an mehreren Stellen ziemlich eindeutig ableistisch.
Nicht obwohl die Aussagen positiv gemeint sind. Gerade ihre positive Form macht sichtbar, welches negative Bild offenbar korrigiert werden soll.
Menschen mit Behinderung können also etwas leisten. Man braucht keine Samthandschuhe. Man kann mit ihnen lachen.
Bravo. Wer hätte das gedacht?
Vielleicht wäre die dringendere Aufklärung deshalb nicht, "was Menschen mit Beeinträchtigung leisten können". Vielleicht wäre aufklärungsbedürftig, warum man ihnen so wenig zugetraut hat.
Und eine inklusive Filmbranche erkenne ich nicht daran, dass behinderte Schauspieler für einen Film über Behinderung gecastet und anschließend dafür gefeiert werden.
Ich erkenne sie daran, dass Natalie Kim Lehmann tatsächlich das zugestanden wird, was sie selbst verlangt.
Als Person in ihrer Rolle gesehen zu werden.
Als Schauspielerin.
Punkt.





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