Foto: VdK Nordrhein-Westfalen
DÜSSELDORF (kobinet)
Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung aufgerufen, verbindliche Hitzeaktionspläne für Kommunen und soziale Einrichtungen einzuführen. Anlass ist die aktuelle Hitzesituation: In NRW gab es in diesem Jahr bereits 1.230 hitzebedingte Sterbefälle. Einige Kommunen haben erste Maßnahmen wie Trinkwasserbrunnen oder digitale Karten mit kühlen Orten umgesetzt. Die Landesregierung plant ein Sofortprogramm zur Unterstützung der Kommunen bei der Erstellung von Hitzeaktionsplänen.
Horst Vöge, Präsident des VdK NRW, betont: "Entscheidend ist, dass die Kommunen finanziell in die Lage versetzt werden, Hitzeschutz und Klimaanpassung umzusetzen, statt nur Absichtserklärungen abzugeben." Der Verband fordert flächendeckend kommunale Hitzeaktionspläne sowie einrichtungsbezogene Hitzeschutzpläne für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Diese müssten verbindlich sein und nicht nur optional, so Vöge. Gleichzeitig sei die öffentliche Hand gefordert, um dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe gerecht zu werden.
Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Arbeitsschutz NRW verfügen derzeit erst 18 Kommunen über einen Hitzeaktionsplan. Der VdK NRW hat die zuständigen Ministerien angeschrieben und fordert, den Hitzeschutz mit deutlich mehr Tempo voranzutreiben. Zudem schlägt der Verband vor, das Grundgesetz um eine Gemeinschaftsaufgabe "Klimaschutz und Klimaanpassung" zu ergänzen, um Kommunen finanziell besser zu unterstützen.





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