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Berlin (kobinet)
Anlässlich seines Besuchs in der Geriatrischen Rehabilitationsklinik des Paul-Gerhardt-Werks in Ettenheim hat Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch die Auswirkungen aktueller Sozialversicherungsreformen auf Pflege und medizinische Rehabilitation thematisiert. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sende widersprüchliche Signale, so Schuch: "Hohe Qualitätsstandards und gute Arbeitsbedingungen werden erwartet, ihre Finanzierung aber begrenzt." Dies gefährde die wirtschaftliche Stabilität vieler Reha-Einrichtungen und erschwere Investitionen sowie die Fachkräftesicherung.
Die Diakonie und andere Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege fordern daher eine Anpassung der Rahmenbedingungen für die medizinische Rehabilitation sowie eine vollständige Refinanzierung tariflicher Personalkosten. "Wer Qualität fordert, muss sie auch finanzieren", betonte Schuch. Erheblichen Handlungsbedarf sieht er auch in der Pflege: Der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz sehe vor, Tariflöhne künftig nicht mehr vollständig zu refinanzieren. "Es drohen Leistungseinschränkungen und wirtschaftliche Schwierigkeiten – insbesondere für gemeinnützige Anbieter. Das gefährdet Versorgungssicherheit, Pflegequalität und die Gewinnung von Fachkräften."
Die Geriatrische Rehabilitationsklinik in Ettenheim bietet seit diesem Jahr 60 Plätze für Patientinnen und Patienten mit 77 Mitarbeitenden. Die Einrichtung ist Teil eines Gesundheitszentrums, das gemeinsam mit dem Ortenau Klinikum betrieben wird.





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