Magdeburg (kobinet)
Am 6. September 2026 ist eine Wahl in Sachsen-Anhalt.
Das ist die Land-Tags-Wahl.
Bei der Land-Tags-Wahl wählen die Bürger das Landes-Parlament.
Die Wahl ist alle 5 Jahre.
Die AfD bekommt vielleicht 40 von 100 Stimmen.
Das zeigen Um-Fragen.
Bei einer Um-Frage werden Menschen Fragen gestellt.
Die Antworten werden dann gezählt.
Der Bildungs-Minister von Sachsen-Anhalt heißt Jan Riedel.
Ein Bildungs-Minister ist ein Politiker.
Er bestimmt über Schulen und Universitäten in einem Bundes-Land.
Er ist von der CDU.
Jan Riedel ist gegen Inklusion an Schulen.
Das steht im SPIEGEL vom 18. Januar 2026.
Inklusion bedeutet:
Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen.
Jan Riedel sagt:
Wir haben zu wenig Lehrer.
Deshalb sollen Kinder mit Behinderung auf Förder-Schulen gehen.
Jan Riedel sagt:
Für gute Inklusion brauchen wir mehr Lehrer.
Wir brauchen Team-Unterricht.
Das bedeutet:
Zwei Lehrer arbeiten zusammen.
Aber wir haben zu wenig Lehrer.
Das können wir nicht machen.
Am 15. Januar 2026 sagte Jan Riedel noch etwas anderes.
Er sagte im Land-Tag:
Die Unterrichts-Versorgung ist stabil.
Unterrichts-Versorgung bedeutet: Es gibt genug Lehrer für die Schüler.
Alle Schul-Stunden können statt-finden.
Das bedeutet:
Es gibt genug Unterricht.
Die Lehrer machen einen tollen Job.
In Sachsen-Anhalt gibt es fast 20.000 Kinder mit Förder-Bedarf.
Förder-Bedarf bedeutet: Ein Mensch braucht besondere Hilfe.
Zum Beispiel beim Lernen in der Schule.
Sie gehen auf eine Förder-Schule.
12.300 Kinder mit Förder-Bedarf gehen auf eine normale Schule.
Das steht im SPIEGEL.
Die Vereinten Nationen haben Deutschland kritisiert.
Die Vereinten Nationen sind eine Gruppe.
193 Länder arbeiten zusammen.
Das waren mehrere Prüfungen.
Deutschland macht zu wenig für schulische Inklusion.
Deutschland hat keinen Plan für Inklusion.
Das ist nicht gut.
Björn Höcke ist von der AfD.
Er hat 2023 mit dem MDR gesprochen.
Er sagt:
Inklusion ist ein Ideologie-Projekt.
Ein Ideologie-Projekt ist ein Plan.
Der Plan folgt nur einer bestimmten Meinung oder Idee.
Das bedeutet:
Inklusion ist eine schlechte Idee.
Das Bildungs-System soll davon befreit werden.
Björn Höcke sagt auch:
Inklusion bringt die Schüler nicht weiter.
Die Kinder werden nicht leistungs-fähiger.
Leistungs-fähiger bedeutet: Etwas funktioniert besser.
Es kann mehr schaffen als vorher.
Aus den Kindern werden keine Fach-Kräfte.
Das steht in der taz.
Viele Politiker von CDU und CSU sind gegen schulische Inklusion.
Das war auch in Nord-Rhein-West-Falen so.
Die CDU hat vor der Wahl gegen Inklusion gesprochen.
Das bringt mehr Stimmen.
Das kritisiert die LIGA Selbst-Vertretung.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention sagt:
Die UN-Behinderten-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Inklusion.
Das ist ein Menschen-Recht.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Aber viele Politiker achten das nicht.
Das gilt auch für andere demokratische Parteien.

Foto: Irina Tischer
Magdeburg (kobinet) Die am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt anstehende Landtagswahl wirft im Wahljahr 2026 bereits ihre Schatten voraus. Während Umfragen die AfD bei 40 Prozent sehen, ereifert sich der Bildungsminister von Sachsen-Anhalt nun darin, die inklusionsfeindliche Haltung der AfD zu überbieten, wie es sich aus einem SPIEGEL-Bericht vom 18. Januar 2026 herauslesen lässt. Dort heißt es: "Bildungsminister Jan Riedel (CDU) sagte der 'Volksstimme', er sehe aktuell wenig Spielraum für mehr Inklusion in regulärem Unterricht. Der Fokus solle auf Förderschulen liegen. Riedel begründete dies mit Lehrermangel. 'Für gelingende Inklusion braucht man einen ausreichenden Personalschlüssel und Team-Unterricht', sagte er. 'Diese Möglichkeiten haben wir in der aktuellen Personallage aber in den allermeisten Fällen schlicht nicht.'" Am 15. Januar 2026 hatte der Bildungsminister im Bildungsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt noch eine "stabile Unterrichtsversorgung dank herausragenden Einsatzes der Lehrkräfte" verkündet.
Nach Informationen des SPIEGEL besuchen in Sachsen-Anhalt knapp 20.000 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf eine Förderschule, 12.300 mit Förderbedarf lernten an einer Regelschule.
Link zum Bericht des Landtages von Sachsen-Anhalt zur derzeit stabilen Unterrichtsversorgung
Deutschland wurde vom Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen bisher bei jeder Staatenprüfung heftig gerügt, weil es in Sachen schulische Inklusion nicht vorangeht und keine Strategien hierfür vorliegen.
Für Empörung, nicht nur bei Behindertenverbänden, in Sachen Abwertung der schulischen Inklusion als Ideologieprojekt haben immer wieder die Äußerungen von Björn Höcke von der AfD gesorgt. Im Sommer-Interview mit dem MDR 2023 erfuhren die Thüringerinnen und Thüringer einem taz-Bericht zufolge unter anderem, dass Höcke die schulische Inklusion für ein „Ideologieprojekt“ hält, von dem das Bildungssystem „befreit“ werden müsse. Genauso wie – wenig überraschend – vom „Gendermainstream-Ansatz“. Wörtlich sagte Höcke dem taz-Bericht zufolge: „Alles das sind Projekte, die unsere Schüler nicht weiterbringen, die unsere Kinder nicht leistungsfähiger machen und die nicht dazu führen, dass wir aus unseren Kindern und Jugendlichen die Fachkräfte der Zukunft machen.“
Dass viele Vertreter*innen der CDU und CSU nicht die größten Freunde schulischer Inklusion sind, hat sich immer wieder gezeigt, so auch in Nordrhein-Westfalen, wo die CDU dieses Thema zu einem wichtigen Streitpunkt vor der Landtagswahl gemacht hat, als rot-grün noch regierte. Hier weiß man also anscheinend, dass der Einsatz gegen schulische Inklusion mehr Stimmen bringt als die Achtung der in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschriebenen Menschenrechte behinderter Menschen, kritisiert die LIGA Selbstvertretung die Diskussionen und die Praxis der letzten Jahre. Aber auch Vertreter*innen anderer „demokratischen“ Parteien diffamieren immer wieder das Menschenrecht auf schulische Inklusion.

Foto: Irina Tischer
Magdeburg (kobinet) Die am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt anstehende Landtagswahl wirft im Wahljahr 2026 bereits ihre Schatten voraus. Während Umfragen die AfD bei 40 Prozent sehen, ereifert sich der Bildungsminister von Sachsen-Anhalt nun darin, die inklusionsfeindliche Haltung der AfD zu überbieten, wie es sich aus einem SPIEGEL-Bericht vom 18. Januar 2026 herauslesen lässt. Dort heißt es: "Bildungsminister Jan Riedel (CDU) sagte der 'Volksstimme', er sehe aktuell wenig Spielraum für mehr Inklusion in regulärem Unterricht. Der Fokus solle auf Förderschulen liegen. Riedel begründete dies mit Lehrermangel. 'Für gelingende Inklusion braucht man einen ausreichenden Personalschlüssel und Team-Unterricht', sagte er. 'Diese Möglichkeiten haben wir in der aktuellen Personallage aber in den allermeisten Fällen schlicht nicht.'" Am 15. Januar 2026 hatte der Bildungsminister im Bildungsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt noch eine "stabile Unterrichtsversorgung dank herausragenden Einsatzes der Lehrkräfte" verkündet.
Nach Informationen des SPIEGEL besuchen in Sachsen-Anhalt knapp 20.000 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf eine Förderschule, 12.300 mit Förderbedarf lernten an einer Regelschule.
Link zum Bericht des Landtages von Sachsen-Anhalt zur derzeit stabilen Unterrichtsversorgung
Deutschland wurde vom Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen bisher bei jeder Staatenprüfung heftig gerügt, weil es in Sachen schulische Inklusion nicht vorangeht und keine Strategien hierfür vorliegen.
Für Empörung, nicht nur bei Behindertenverbänden, in Sachen Abwertung der schulischen Inklusion als Ideologieprojekt haben immer wieder die Äußerungen von Björn Höcke von der AfD gesorgt. Im Sommer-Interview mit dem MDR 2023 erfuhren die Thüringerinnen und Thüringer einem taz-Bericht zufolge unter anderem, dass Höcke die schulische Inklusion für ein „Ideologieprojekt“ hält, von dem das Bildungssystem „befreit“ werden müsse. Genauso wie – wenig überraschend – vom „Gendermainstream-Ansatz“. Wörtlich sagte Höcke dem taz-Bericht zufolge: „Alles das sind Projekte, die unsere Schüler nicht weiterbringen, die unsere Kinder nicht leistungsfähiger machen und die nicht dazu führen, dass wir aus unseren Kindern und Jugendlichen die Fachkräfte der Zukunft machen.“
Dass viele Vertreter*innen der CDU und CSU nicht die größten Freunde schulischer Inklusion sind, hat sich immer wieder gezeigt, so auch in Nordrhein-Westfalen, wo die CDU dieses Thema zu einem wichtigen Streitpunkt vor der Landtagswahl gemacht hat, als rot-grün noch regierte. Hier weiß man also anscheinend, dass der Einsatz gegen schulische Inklusion mehr Stimmen bringt als die Achtung der in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschriebenen Menschenrechte behinderter Menschen, kritisiert die LIGA Selbstvertretung die Diskussionen und die Praxis der letzten Jahre. Aber auch Vertreter*innen anderer „demokratischen“ Parteien diffamieren immer wieder das Menschenrecht auf schulische Inklusion.




