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Infos zum funktionalen Analphabetismus

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Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) "Man sieht ihm sein Problem nicht an, selbst auf der Arbeit wissen nur die wenigsten Kolleg*innen davon. Doch seine Schwierigkeiten begegnen ihm in den alltäglichsten Situationen. Und so steht er mit Armschlinge in der Zahnarztpraxis, obwohl sein Arm kerngesund ist: Er kann nicht lesen und schreiben – und versucht, diese Tatsache bestmöglich zu verheimlichen. Dabei ist jede*r siebte Erwachsene in Deutschland funktionale*r Analphabet*in! Wir haben die wichtigsten Fakten und Zahlen zu diesem Thema für dich zusammengestellt", heißt es im neuesten Newsletter der Aktion Mensch.



„‚Füllen Sie mir das bitte schnell noch aus‘, sagt die Zahnarzthelferin und reicht Arnold Reinhard (Name geändert) ein Klemmbrett. Darauf ein Zettel mit vielen Fragen zu seiner Gesundheit. Damit hat Arnold Reinhard gerechnet – und wird dennoch nervös. Sein Lächeln wirkt gequält, als er auf seinen Arm zeigt, der in einer Schlinge steckt: ‚Könnten Sie das Schreiben für mich übernehmen?‘ Mit Reinhards Arm ist alles in Ordnung, die Schlinge eine Attrappe, die Verletzung nur simuliert. Echte Probleme hat er mit dem Lesen und Schreiben. Einen Fragebogen ausfüllen? E-Mails beantworten? Lesen, was auf seinem Display steht? Das schafft er oft auch mit viel Zeitaufwand nicht. Arnold Reinhard ist funktionaler Analphabet. Im Gegensatz zu Analphabeten, die keinerlei Lese- und Schreibkenntnisse haben, kann Arnold Reinhard zwar einzelne Wörter und Sätze lesen und schreiben, aber nicht immer verstehen“, heißt es im Beitrag der Aktion Mensch.

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